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2/7 [fol. 236]: 1606 Apr. 24 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Gerlach (Rektor), Osiander, Bocer, Halbritter, Harpprecht, Magirus, Faber, Müller, Cellius, Ziegler; 1.) Weiterleitung des von den Buchdruckern Georg und Philipp Gruppenbach (Anm. 1) vorgelegten Kostenvoranschlags für den Druck des neuen württembergischen Landrechts an Melchior Breidner, Schwager des Philipp Gruppenbach (Anm. 2), mit der Bitte um einen vergleichenden Kostenvoranschlag. [UAT 2/7, Bl. 236f.]; 2.) Benachrichtigung des D. Ulrich Besold von den von D. Jacob Schopper vorgelegten Dokumenten über die ihm von verst. D. Hochmann vermachte und von der verwitweten Frau Hochmann bisher nicht zugestandenen Mühle zu Derendingen über die er einen gütlichen Vergleich beantragt. [UAT 2/7, Bl. 236']; 3.) Beiordnung des Mag. Johann Adam Eppich (Anm. 3) als Kriegsvogt der Frau Gruppenbach auf Antrag derselben; 4.) Beschluss, die auf Grund ihres Geschreis auf dem Marktplatz im Karzer einsitzenden Studenten aus Mömpelgard Johannes Regnartus (Anm. 4), Antonius Regnartus (Anm. 5), Abraham Bernhardinus (Anm. 6) und Ludwig Hainzel (Henzel) (Anm. 7) bis zum nächsten Samstag dort zu belassen. [UAT 2/7, Bl. 236'f.]; 5.) Beschluss eines Aufrufs, dem Herzog gem. seines an den Untervogt zu Tübingen ergangenen hzgl. Reskripts wegen des Vogesenhandels(?) zu Freudenstadt gegen Sicherheit Geld zu leihen. [UAT 2/7, Bl. 237.]; Anm. 1: MUT 218,18. Anm. 2: MUT 218,18. Anm. 3: MUT 214,63. Anm. 4: MUT 17037. Anm. 5: MUT 17038. Anm. 6: MUT 16814. Anm. 7: MUT 17461.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.