In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Nachlass des Majors a. D. und Ministerialrats Adolf Dedekind (Bestand)
Bestandsgeschichte:
I. Biografie
Adolf Dedekind wurde am 24.6.1911 in Braunschweig geboren. Er stammte aus einer seit Mitte des 17. Jahrhunderts im Braunschweigischen ansässigen Familie von Juristen, Ärzten und Pastoren.
Von 1930 bis 1934 studierte Dedekind in Heidelberg, München, Leipzig und Göttingen Rechtswissenschaften, jedoch ohne Abschluß.
Im November 1934 trat er als Berufssoldat in die Wehrmacht ein. Er gehörte dem Infanterie-Regiment 17 - Goslarer Jäger(bataillon) an (vgl. Bestand 175 N). Adolf Dedekind heiratete am 22. Arpil 1939 die Ursula Bösch, mit der er zwei Kinder bekam. Im 2. Weltkrieg (1939-45) kämpfte Dedekind in Polen, Frankreich, Rußland und Ostpreußen, seit 1943 als Major im Generalstab. Zu Kriegsende geriet er in belgische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst Ende Juli 1946 wieder entlassen wurde.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland begann sich Dedekind in der Deutschen Partei zu engagieren, deren Geschäftsführer er wurde. Von 1947 bis 1959 war er persönlicher Referent des Parteivorsitzenden und späteren niedersächsischen Ministerpräsidenten Heinrich Hellwege.
Seine Laufbahn im öffentlichen Dienst begann Dedekind im September 1949 als Angestellter beim Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates in Bonn, wo er als persönlicher Referent tätig war. Seit September 1951 war er als Oberregierungsrat verbeamtet.
Im Juli 1955 wechselte Dedekind in den niedersächsischen Landesdienst, wo er zunächst in der Staatskanzlei in Hannover eingesetzt wurde. Ab 1959 war Dedekind dann im Innenministerium für den Zivilschutz zuständig. Seit 1967 Ministerialrat ging Adolf Dedekind Ende 1975 in Pension.
In den folgenden drei Jahren war er als Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr tätig, bis er auch diese Aufgabe Ende 1978 niederlegte. Dedekind, der lange Jahre in Hamburg lebte, zog sich an seinen Zweitwohnsitz Goslar zurück, wo er seine
Bestandsgeschichte: letzten Lebensjahre verbrachte. Dort starb er am 13. April 1994.
Adolf Dedekind hat sich stets aktiv in die gesellschaftlichen Diskussionen eingemischt. Davon zeugen zahlreiche Leserbriefe an verschiedene Zeitungen, in denen er zu den unterschiedlichsten Themen Stellung bezog. Diese Sammlung von Leserbriefen und Zeitungsartikeln wird in diesem Bestand unter Nr. 13 verwahrt.
II. Bestandsgeschichte
Der Bestand wurde im Jahre 2001 von Frau Ilse Dedekind, Wolfenbüttel (der Schwester des Nachlassers) dem hiesigen Staatsarchiv übergeben. Es handelt sich dabei nur um einen (kleinen) Teil des Gesamtnachlasses von Adolf Dedekind und der Familie Dedekind insgesamt. Dieser umfaßt u.a. auch über 4000 Briefe der Familien Emperius, Karlowa und Dedekind aus dem 18. - 20. Jahrhundert und wurde von Frau Ilse Dedekind dem Braunschweigischen Landesmuseum übergeben. Die Briefe hat sie in ihren beiden Publikationen "Aus Körben und Schachteln" und "Unter Glas und Rahmen. Briefe und Aufzeichnungen 1850-1950" ausgewertet.
In der Abgabe aus dem Jahre 2001 befanden sich auch umfangreiche Zeitungsausschnittsammlungen, jedoch ohne nähere Notizen oder darauf Bezug nehmende Briefwechsel. Diese wurden kassiert.
Ein bei den hierher abgegebenen Unterlagen befindliches Aktenkonvolut zu Angelegenheiten der Herzoglichen Intelligenz-Kasse (vermutlich Handakte des Hofrats und Direktors des Intelligenzwesens Eschenbach, Vorgänger von Julius Dedekind (* 1795)) wurde zum Bestand "Intelligenzkontor" gegeben (56 Alt Nr. 71-72).
Der Bestand wurde im Sommer 2006 vom Unterzeichnenden verzeichnet.
Wolfenbüttel, im September 2006
St. Luttmer
(Archivoberinspektor)
Dedekind-Archivalien in anderen Beständen (u.a.):
-------------------------------------------------------------------------------
26 Slg, Nr. 125 H: u.a. Ahnentafel der Familie Dedekind
27 Slg,
Bestandsgeschichte: Nr. 379: Personengeschichtliche Sammlung z. Familie Dedekind
12 Neu 11, Nr. I D 11: Personalakte Prof. Julius Dedekind (* 1795)
12 Neu 5, Nr. 1595: Personalakte Adolf Dedekind (* 1829)
250 N, Nr. 119-122: Handakten des Oberlandesgerichtsrats Dr. Adolf Dedekind (* 1829), 1884-1886
12 Neu 5, Nr. 1597: Personalakte Prof. Richard Dedekind (* 1831)
27 Slg, Nr. 380: Personengeschichtliche Sammlung z. Prof. Richard Dedekind (* 1831)
5 N, Nr. 426: u.a. Foto von Rechtsanwalt und Notar Hermann Dedekind (* 1870) in Braunschweig, 10 x 15 cm
12 Neu 7, Nr. III 669: Personalakte Alfred Dedekind (* 1875)
4 Nds, Zg. 75/1995, Nr. 8: Personalakte Alfred Dedekind (* 1875)
5 N, Nr. 426: u.a. Foto von Regierungsrat Alfred Dedekind (* 1875) in Braunschweig, 10 x 15 cm
175 N, Nr. 18: Korrespondenz des Vorsitzenden der Regimentskameradschaft ehem. Goslarer Jäger e.V., Ernst Mund, mit Ministerialrat a.D. Adolf Dedekind (* 1911)
Literatur:
--------------
- Adolf Dedekind: Zur Geschichte des Goslarer Jägerbataillons (in: Nachrichtenblatt der... ehem. Goslarer Jäger, 40. Jg., 1990, Nr. 2, S. 4 - 7.)
in: 175 N, Nr. 64
- Ilse Dedekind: Aus Körben und Schachteln. Braunschweig/Freilassing 1994
DiBi Zg. 288/1994
- Ilse Dedekind: Unter Glas und Rahmen. Briefe und Aufzeichnungen 1850-1950. Braunschweig 2000
DiBi Zg. 140/2000
- Stammbaum der Familie Dedekind. Proband: Henning Dedeken (* ca. 1480/90), Bürger, Fleischermeister und Ratsherr zu Neustadt/Rbge (Ausdruck der Internet-Seite http://www.neustadt-rbge.de/geschi/dedstamm.html). März 2006
DiBi 2° Zg. 161/2006
- Adolf Dedekind: Die Regentschaft für den, welchen es angeht. Versuch e. Kritik der Denkschrift der herzogl. Landes-Regierung vom März d. J. über die rechtl. Stellung der Regentschaft des Herzogthums Braunschweig. Braunschweig: Sattler 1902
DiBi M 4469
- Adolf Dedekind: Die Regentschaft
Bestandsgeschichte: "im Interesse". Braunschweig: Sattler 1902
DiBi M 4470
- Adolf Dedekind: Ueber den preußischen Antrag zur braunschweigischen Thronfolgefrage. Braunschweig: Sattler 1885
DiBi M 4407 & 4408
- Richard Dedekind: Über die Anzahl der Ideal-Classen in den verschiedenen Ordnungen eines endlichen Körpers. Festschrift zur Saecularfeier des Geburtstages von Carl Friedrich Gauss. Braunschweig: Vieweg 1877
- Edmund Landau: Richard Dedekind. Gedächtnisrede. aus: Nachrichten der K. Gesellschaft der Wissensch. zu Göttingen. Geschäftl. Mitteilungen 1917
DiBi P 584
- Nekrolog auf Richard Dedekind. aus: Vierteljahresschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich. Jg. 61. 1916. S. 729-733
DiBi P
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.