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Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.3. Fürstbistum Osnabrück: Amt Reckenberg
1440-1665
Überwiegend Renten- und Grundstücksverkäufe.
Bestandsgeschichte: Kloster St. Agnes, 1458 gegründet, 1669 den Coesfelder Annuntiatinnen übergeben, seit 1849 Krankenhaus der Vinzentinerinnen.
Form und Inhalt: Augustinerinnen- (Annunciaten-) Kloster zu Wiedenbrück
Als eine von fünf frühen Pfarreien des Bistums Osnabrück wird Wiedenbrück im Jahr 785 erstmals greifbar. Mit der Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechts an den Bischof von Osnabrück durch Kaiser Otto I. wird der Ort 952 urkundlich erwähnt. Wiedenbrück wird 1231 erstmals civitas genannt, 1249 wird die Neustadt gegründet, 1250 wird erstmals die Wasserburg Reckenberg genannt, welche Sitz des gleichnamigen Amtes werden sollte.
1458 gründete das Kloster Marienstätte in Osnabrück ein Augustinerinnenkloster in Wiedenbrück. Nach Mißwirtschaft und daraus hervorgegangener Armut erfolgte eine grundlegende Reform, insbesondere 1669 die Umwandlung in ein Annunziatinnen-Kloster nach Coesfelder Vorbild. Nach weiterer Armut bis etwa 1732 gelang eine geistliche Festigung, die für eine auch wirtschaftliche Blüte bis zur Säkularisation sorgte.
Nach Besitzergreifung durch den Kurfürsten von Hannover am 22.11.1802 erfolgte am 16.12.1810 die Aufgehebung des Klosters St. Agnes. Seit 1849 diente das Klosterrestgebäude als Krankenhaus der Vinzentinerinnen, 1960 erfolgte der Abriß.
B 80 Königreich Westphalen
··Königreich Westphalen - Zentralbehörden, Ministerien A 5 Nr. 34: Wegschaffung eines Kanals bei dem Mendikantenkloster in Wiedenbrück, 1810
·Königreich Westphalen - Zentralbehörden, Ministerien A 5 Nr. 242: Das Mobiliar-Inventarium des Annunziatenklosters zu Wiedenbrück, 1809
·Königreich Westphalen - Zentralbehörden, Ministerien A 9 Nr. 184: Aufhebung des Annunziatenklosters, 1810-1813
·Königreich Westphalen - Zentralbehörden, Ministerien A 9 Nr. 185: Die auf die Administrationskasse des aufgehobenen Annunziatenklosters zu Wiedenbrück erteilten Zahlungsanweisungen, 1811-1812
·Königreich Westphalen - Zentralbehörden, Ministerien A 9 Nr. 186: Der Verkauf verschiedener Nutzungsgegenstände des Annunziatenklosters zu Wiedenbrück, 1812-1813
·Königreich Westphalen - Domänenverwaltung E 10 Nr. 57: Die Einrichtung des Annunziatenklosters zu Wiedenbrück als Kaserne und Gefängnis, 1813
·Königreich Westphalen - Domänenverwaltung E 11 Nr. 58: Der Verkauf des Grundbesitzes des aufgehobenen Annunziatenklosters zu Wiedenbrück, 1812-1813
·Königreich Westphalen - Domänenverwaltung E 17 Nr. 240: Die Aufhebung des Annunziatenklosters zu Wiedenbrück und dessen Vermögensverwaltung, 1810 - 1811
·Königreich Westphalen - Domänenverwaltung E 17 Nr. 241: Die Ausmittelung der Einkünfte und des Vermögens des Annunziatenklosters zu Wiedenbrück, 1810 - 1811
·Königreich Westphalen - Domänenverwaltung E 17 Nr. 242: Die monatliche Einreichung des Kassensituationsetats von dem aufgehobenen Annunziatennonnenkloster zu Wiedenbrück, 1811
·Königreich Westphalen - Domänenverwaltung E 17 Nr. 243: Die Veräußerung einiger Grundbesitzungen des aufgehobenen Nonnenklosters zu Wiedenbrück, 1811
·Königreich Westphalen - Domänenverwaltung E 20 Nr. 4: Das Annunziatenkloster zu Wiedenbrück (vgl. H Nr. 27), 1803 - 1810
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·2 Urkundenabschriften 1477 und 1489 im Rep. 27 StA Osnabrück
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·Literatur:
··Brill, Joseph, Spezial-Geschichte der Stadt Wiedenbrück und der Umgegend, Wiedenbrück 1913. [WJ 170]
·Eickhoff, Hermann, Der Kreis Wiedenbrück in Vergangenheit und Gegenwart, Wiedenbrück 1921. [WJ 59]
·Eickhoff, von, Das Olbrock, eine gemeine Mark im ehemaligen fürstbischoflichen osnabrückschen Amt Reckenberg, in: Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg 16 (1902), 1 [D 575]
·Flaskamp, Franz, Die Gesamtbilder der Fürstbischöflich Osnabrücker Landstadt Wiedenbrück, in: Quellen und Forschungen zur Natur und Geschichte des Kreises Wiedenbrück 59), Wiedenbrück 1951. [WJ 69,59]
·Föhrweisser, Georg, Wiedenbrück 952-1952. Die Tausend-Jahr-Feier A.D. 1952 in Wort und Bild, Bielefeld 1952. [WJ 78]
·Schmitz, Paul, Aufzeichnungen über die Stadt Wiedenbrück und ihre Bewohner, Münster 1919. [WJ 58]
·Schmitz, Cajetan, Geschichte des St. Agnetenklosters in Wiedenbrück, aus: Beiträge zur Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinz vom hl. Kreuze 2 (1909), 13-68, Düsseldorf 1909. [WJ 54]
·Tecklenborg, Walter, Das mittelalterliche Stadtbuch von Wiedenbrück (ca. 1480), MÜnster 1947. [WJ 74]
·Tecklenborg, Walter / Nauseter, Otto, Das alte Wiedenbrück. Wiedenbrück 1924.
·Wrede, Günther, Die geschichtlichen Beziehungen zwischen Osnabrück und Wiedenbrück, Aus: Unterhaltungsblatt. Beilage zur Glocke. - (1952), Nr. 144-146. [WJ 82]
·Zacharias, Klaus, Wiedenbrück-Augustinerinnen, dann Annunziatinnen, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 2, Münster 1994, S. 479-483.
Das vorliegende, von Dr. Albert des Boor 1883 verzeichnete Findbuch A 239 "Augustinerinnenkloster Wiedenbrück" wurde im August 2009 von Roland Lesniak unter der Betreuung von Thomas Reich mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben.
Münster, den 11.10.2012 Dr. Thomas Reich
28 Urkunden.; 28 Urkunden, Findbuch B 904u.
Bestand
German
Klaus Zacharias, Wiedenbrück - Augustinerinnen, dann Annunziatinnen, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 2, Münster 1994, S. 479-483.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.