Die Witwe und Ulmer Bürgerin Margarete Huter übergibt Guardian und Konvent des Franziskanerklosters ("der Barfu/o/szen") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] einen jährlichen Zins von 2 Pfund Heller. Dieser ist ihr bisher von Selde, Haus, Stadel, Hofstatt, Garten und 0,5 Jauchert Äckern ihres Bruders Georg Huter, des Schinders in Kadeltshofen ("Kadlaszhofen") [Gde. Pfaffenhofen a. d. Roth/Lkr. Neu-Ulm], gefallen. Dafür sollen die Franziskaner einen Jahrtag für sie, ihre Eltern Klaus und Margarete Huter, ihre Ehemänner Johann Metzger und Klaus [Nachname fehlt in der Urkunde], ihren Bruder Georg Huter und seine Ehefrau Anna Schmied sowie ihre Schwester Angelika ("Engel") Huter in ihrem Kloster begehen, und zwar jedes Jahr um den 11. November ("vff sant Martins tage"). Dabei sollen sie von dem Zins jedem Priester in ihrem Kloster 1 Schilling Heller als Präsenz geben und jedem Sängerknaben 3 Pfennige. Mit dem Rest des Zinses soll an dem Jahrtag die Kost am Konventstisch im Kloster aufgebessert werden. Bei Säumnis fällt der Zins in dem betreffenden Jahr an die Bedürftigen im Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254].

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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