Hermann Rot, Schultheiß zu Hall, bekundet den Gerichtsentscheid in der Klage des Heinz Belz zum Hohenholz gegen Kaspar Eberhart auf Beibehaltung des glatten (slechten) Meß bei der Korngült: Nachdem der Kläger einen 32 Jahre alten Brief vorgelegt hat, in dem Kraft von Rinderbach dem Dietrich Schmid (Smid) von Rieden den Hof zu Erbe verleiht mit der Auflage einer Korngült, die mit dem glatten Meß zu messen sei, und der Beklagte sich auf einen Kaufbrief stützt, nach dem er den Hof 1423 von seinem Schwiegervater (Schweher) Konrad von Rinderbach ohne Festlegung der Meßart gekauft habe, und er sich weigere, mit Unkraut (treffz) vermischtes rauhes Korn (dinkel) mit dem gestrichenen Meß messen zu lassen, entscheidet das Gericht: Sauberes (slechtes) Korn ist mit dem glatten (slechten) Meß, unsauberes (ruhes) Korn mit dem gehäuften (ruhen) Meß zu messen; Richter: Konrad Schletz, Albrecht von Rinderbach, Hans Veldner genannt Geyer (Gyrer), Heinrich von Bachenstein, Friedrich Sieder, Friedrich Schwab, Walter von Bachenstein, Volkart Egen, Heinrich Berler, Eberhard Nagel (Negenlin), Konrad Keck.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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