Johann Graf zu Sp. bekundet, daß sein + Oheim Pantaleon von Sp. die halbe Burg Dill (Dille) mit den zugehörigen Burgmannen besessen hat. Die Kapelle dort ist frei; der Patronat steht abwechselnd den Grafen von Sp., Herren zu Starkenburg (Starckenberg), und den anderen Grafen gemeinsam zu. Zur halben Burg gehören 100 Hausgesessene, die man hoch oder nieder schätzen kann; jedes Haus schuldet 3 Hühner und im Todesfall das Besthaupt. Ferner gehören dazu: die Höfe Langenlonsheim (Lans-) und Traisen (Dreyse), die für 100 Malter Frucht - z. T. Weizen, z. T. Roggen - und dazu 10 oder 20 Malter je nach Ertrag verpachtet werden, falls man sie nicht selbst bewirtschaftet; außerdem fallen dort 36 Schilling an, für die man den Schöffen an Martini (11.11.) ein Essen gibt. Der Wein wird für 7 oder 8 Fuder verpachtet. Zum Hof Langenlonsheim gehören 7 Schöffen, die das Hofrecht sprechen. Aus dem Hof Traisen gibt man 8 Malter Roggen an die Turmknechte und Wächter auf der Burg Sp. 2 Fuder Wein gibt man Heinrich von Bacharach (Bacherach), 1 Fuder Wolfram von Lewenstein zu Mannlehen. Außerdem fallen dort 6 Kapaune; ein Wald ist gemeinsam mit den anderen Grafen. Das Kloster Pfaffen-Schwabenheim (Schab-) gibt jährlich ½ Fuder und eine Gelte französischen Wein sowie 1½ Fuder Heu. In der Stadt Kreuznach (Crutzenachen) fallen 17 Schilling Heller an, zu Allenfeld (Aldenfelt) 30 Schilling Heller Zins, zu Pferdsfeld (Perdesfelt) 24 Schilling Heller, 7 Hühner und das Besthaupt, die mit den anderen Grafen gemeinsam sind; aus dem Hof Kappel (Capelle) bei Kirchberg (Kirperg) fallen an 14 Malter Spelz, 26 Malter Hafer und 6 Schilling Heller; zu Kyren (Kiren) bei Kappel 40 Malter Hafer; zu Rödern (Ymtzenroden) 4 Malter Spelz und 10 Malter Hafer, dort im Gericht 50 Malter Vogthafer; zu Gemünden (Gemunden) 5 Malter und 1 Viertel Roggen, 4 Malter weniger 1 Viertel Hafer und 6 Hühner; Leute, die dies zahlen, schulden das Besthaupt; man kann dort Herberge nehmen, wenn man will. Aus der Mühle zu Hecken fallen 3 Malter Roggen; zu Kyren und Kirnweiler (Kirwilre) 5½ Pfund Heller, 6 Hühner und 7 Käse; die das zahlen, schulden das Besthaupt; aus dem Hof zu Dillendorf (Dille dem dorfe) 11 Malter Spelz, 20 Malter Hafer und 10 Gänse im Dorf, 36 Schilling Heller Zins und von jedem Haus ein Huhn vom Wald; aus dem Hof vor der Burg Dill 18 Malter Hafer, 10 Malter Spelz und 2 Malter Roggen; aus Hof und Burg zu Dill 2 Malter Roggen und 4 Malter Hafer; aus dem Tal vor der Burg 15 Schilling Heller Zins, 10 Gänse und 2½ Malter Käse; von der Mühle zu Dill 6 Malter Roggen, 30 Schilling Heller und ein Besthaupt; zu Seibach 16½ Schilling Heller und 2 Hühner; zu Belg (Belche) 10 Malter Hafer vom Wald; zu Keltrod (Kelresrod) 6 Malter Hafer; zu Ruchenhausen (Ruchenhusen) 6 Malter Hafer, 1 Malter Spelz, 10 Schilling Heller Zins und das Besthaupt; zu Büchenbeuren (Buchenburen) 6 Malter und 1 Viertel Hafer, der Hofmann gibt 1 Malter Hafer für einen Baum im Wald; im Dorf 6 Hühner vom Wald; vom Hof zu Sohren (Soren) 5 Malter Spelz, 11 Malter Hafer und das Besthaupt; vom Hof zu Wahlenau (Wallenauwe) 10 Malter Hafer und jedes zweite Jahr ½ Malter Roggen, 3 Pfund und 9 Schilling Heller Zins, jedes Haus ein Huhn vom Wald und ein Besthaupt, jedes zweite Jahr kann man dort mit beliebig vielen Leuten Herberge nehmen; zu Ruchenhausen, Lautzenhausen (Lutzenbusen) und Niederweiler (Nyderwylre) von jedem Haus ein Huhn vom Wald; aus der Mühle zu Hunweiler (Hunwylre) 15 Schilling Heller und das Besthaupt. Außerdem gehören zur halben Burg Dill eine Wiese gen. "der bruel", die jährlich 12 Fuder Heu bringt, sowie 5 gute Wälder: Beiger Struth (belcherstrud), "Stebersrod", Diller Holz, Eichholz und "der scheit". Diese waren Eigen Johanns und seiner Vorfahren. Er hat sie dem Erzbischof Balduin von Trier (Tryere) und seinem Stift aufgetragen und sie zu Erblehen für sich, seine Erben und Nachkommen zurückerhalten. Sterben er oder ein Erbe ohne Sohn, soll die älteste Tochter das Lehen vom Erzbischof empfangen.

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv
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