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Anzeigen, Untersuchungen und Bestrafungen von Räuberei und Plackerei im Grund Burbach und Selbach
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Freier Grund Sel- und Burbach >> 2. Sayn-Hachenburgische Regierung >> 2.10. Verbrechen und Strafen, Brandsachen, Falschgeld
1614-1722
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Schreiben des Grafen Georg zu Nassau-Dillenburg an Graf Wilhelm III. zu Sayn wegen der Zusammenrottung einiger saynischer und nassauischer Untertanen zu Räuberbanden (06.06.1614); Bericht des Oberschultheißen Johann Andreas Bauermeister zu Neunkirchen) über einen räuberischen Überfall auf einen Warenhändler namens Textor, gebürtig aus Herborn, studiert in Duisburg (1723); Ermittlungen wegen Beraubung eines defraudierten Soldaten und wegen vorgefallener Straßenräuberei (1717); Ermittlungen und Prozess des Fiskus gegen Johannes Rüdel, Johann Jost Henrici zur Lippe und Theiß Zehrung zu Burbach wegen Räuberei (1717); Berichte der Oberschultheißen zu Neunkirchen und Amtsvögte zu Burbach über räuberische Vorkommnisse und angestellte Ermittlungen bzw. Amtsverhöre; Schreiben des Grafen Georg zu Nassau-Dillenburg an Graf Wilhelm III. zu Sayn wegen eines räuberischen Überfalls von Philipp Adolphs und Thomas Adolphs und deren Gefangennahme zu Wahlbach (05.10.1615); Ermittlungen und Prozess des Fiskus gegen die Gemeinde Neunkirchen wegen verübter Gewalttätigkeiten gegen den saynischen Jäger Georg Friedrich Pape, mit Spezifikation der Verteilung des verhängten Strafgeldes auf die Gemeindemitglieder (1710-1712); Gesuche zahlreicher Einwohner der Gemeinde Neunkirchen um Erlassung des verhängten Strafgeldes (1710-1712). Korrespondenten u.a.: Georg Graf zu Nassau-Dillenburg, Oberschultheiß Johann Andreas Bauermeister (Neunkirchen), Sybilla Catharina Hecker (Würgendorf), Amtsvogt Philippi (Burbach), Johann Zehring, Anna Magdalena Richter/Henrici, Theiß Zehrung/Zehring (Burbach), Trümbach (Burbach), Johannes Rüdel, Jacob Ranfft (Neunkirchen), Johann Adam Schmidt (Neunkirchen), Johann Henrich Schneider (Neunkirchen), Wilhelm II. Fürst zu Nassau-Dillenburg, Tilmann Wurm (Neunkirchen), Johannes Jung (Neunkirchen), Johann Jacob Schneider (Neunkirchen), Johann Engel Claaß (Neunkirchen), Thilmann Kuntz (Neunkirchen), Heimberger Philipp Binckes (Zeppenfeld), Heimberger Henrich Gondermann (Salchendorf), Witwe Anna Elisabeth Ginsberg (Neunkirchen), Conrad Quandel (Neunkirchen), Johannes Reinschmidt (Neunkirchen), Maria Margaretha Schneider (Neunkirchen), Jacob Isken (Neunkirchen), Johann Jacob Fünffsinn (Neunkirchen).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.