Notiz, dass am 20. September 1482 Doktor Konrad Michael, Dekan des Heiliggeiststifts zu Heidelberg, vier Briefe vidimiert hat und dieses Vidimus zu Dilsberg hinterlegt wurde, sodass der dortige Kaplan darauf Zugriff hat, während die Originale beim Kirchenpfleger zu Wiesenbach aufbewahrt werden und auf Weisung des geistlichen Richters zu Worms nicht verändert werden dürfen, solange Wiesenbach die Pfarrei und Mutterkirche ist. Folgende Briefe werden vidimiert und in der Notiz zusammenfassend wiedergegeben: 1.) Pfalzgraf Ruprecht I. der Ältere inkorporiert am 16. Februar 1378 (dinstag nach sant Valentins tag) das Amt des Glöckners zu Bergheim zu einer ewigen Messe, die er zu Dilsberg gestiftet hat. 2.) Der Frühmessner zu Dilsberg willigt am 7. Dezember 1378 (feria tertia post Nicolai episcopi) ein, dass die 24 Gulden vom Großzehnten der Pfarrei Wiesenbach, die der Frühmesse dienen, dem Abt Albrecht von Ellwangen verschrieben werden. 3.) Bischof Eckard von Worms bestätigt am 6. Januar 1389 (in die ephanie domini) die Kaplanei zu Dilsberg unter der Bedingung, dass der Priester sich dort persönlich aufhält. 4.) Bischof Reinhard von Worms bestätigt am 5. Dezember 1474 (lune quinta mensis decembris) einen Vertrag Pfalzgraf Friedrichs I. zwischen dem Pfarrer zu Wiesenbach und dem Kaplan zu Dilsberg, dass der Kaplan alle Pfarrrechte dort vollbringen soll, taufen und begraben darf und dafür Kleinzehnt, Opfer, Messstiftungen, Seelgerät, Begängnis etc. erhält.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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