Der Edelknecht Rudolf genannt Bettelmann von Prosselsheim (Broßoltzheim) und seine Ehefrau Gerhus, derzeit wohnhaft in der Stadt Arnstein, verkaufen zur Linderung ihrer Schuldenlast Abt und Konvent des Klosters St. Stephan in Würzburg eine jährliche Gült von 3 Malter Roggen (siligo) Prosselsheimer Maß. Diese Gült gefällt von ihrem Hof in Neusetz (Nusetze), den derzeit Konrad Teyne bewirtschaftet. Die Verkäufer haben dafür von den Käufern 13,5 Pfund Heller erhalten. Sie übergeben ihnen daher den Hof und weisen den Pächter an, die Gült künftig an das Kloster zu entrichten. Außerdem übernehmen sie die Gewährleistung für den Verkauf und stellen dem Kloster dafür die Edelknechte Berthold von Grumbach und Swicker von Fuchsstadt (Fu/o/hstat) als Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager. Den Verkäufern steht das Recht zu, innerhalb von sechs Jahren Hof und Gült zurückzuerwerben. Auf Bitte der beteiligten Parteien siegelt der Offizial. Datum 1338 in crastino Epiphanie eiusdem. Aussteller: Rudolf Bettelmann und seine Ehefrau Gerhus. Empfänger: Kloster St. Stephan