In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Eidesformel für Hermann Georg von Neuhof, Abt von Fulda. Hermann
Georg gelobt seinen festen Glauben an das Glaubensbekenntnis (symbolo
fidei), das...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1631-1640
[1638 August 14]
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Hanfschnur (fehlt)
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Eidesformel für Hermann Georg von Neuhof, Abt von Fulda. Hermann Georg gelobt seinen festen Glauben an das Glaubensbekenntnis (symbolo fidei), das vollständig wiedergegeben wird; darüberhinaus bekennt er seinen Glauben an die Überlieferung der Aposteln und der Kirche, die Gewohnheiten und Gesetze der Kirche, die Bibel in der Auslegung durch die katholische Kirche; die Kirche hat die Auslegungsgewalt über die heilige Schrift; er bekennt, dass es sieben von Christus eingesetzte Sakramente gibt: Taufe, Konfirmation, Eucharistie, Beichte, Letzte Ölung, Priesterweihe und Ehe; er bekennt seinen Glauben an die Lehre von der Erbsünde des Konzils von Trient; den Nutzen von Messen für Lebende und Verstorbene, an die Realpräsenz Gottes in der Eucharistie und die Transsubstantiationslehre; an das Fegefeuer, die Verehrung der Reliquien, die Kraft der Kirche zur Lossprechung von Sündenschuld; die Gesetze der Kirche und der ökumenischen Konzilien, insbesondere des Konzils von Trient; er verurteilt alle von der Kirche verurteilten Häresien. Außerhalb der katholischen Kirche kann kein Heil sein. Er gelobt dieses Bekenntnis auch von seinen Schutzbefohlenen zu fordern und entsprechend zu lehren. Sic me Deus adiuvet et hec sancta Dei evangelia. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Johann Jakob Latomus, Kleriker der Diözese Köln, Notar päpstlicher und kaiserlicher Autorität setzt eigenhändig ein Notarsinstrument über die Ablegung des Glaubensbekenntnisses durch Abt Hermann Georg auf. In Gegenwart von Fabio Chigi, Bischof von Nardò, päpstlicher Nuntius für das Rheinland und Niederdeutschland (per tractum Rheni et Inferioris Germaniae partes), mit der Befugnis eines Legatus de latere versehen, aufgrund einer Papsturkunde von 1638 Oktober 11 (anno incarnationis Dominicae millesimo sexcentesimo trigesimo octavo quinto Idus Octobris) mit an Hanfschnur anhängender Bleibulle, und in Gegenwart der Zeugen und des Johann [IV. Münch], Abt von St. Nikolai in Brauweiler, ist eine mit dem Fischerringsiegel besiegelte Breve für Hermann Georg [von Neuhof], gewählter Abt von Fulda, Erzkanzler der Kaiserin, Abtprimas in Deutschland und Frankreich, durch den Prokurator Hermann Georgs vorgewiesen worden. Der Prokurator wies sich durch eine eigenhändige Urkunde Hermann Georgs mit dessen Siegel aus. Der Prokurator hat unter Kniebeugen und mit Berührung des Evangeliums in die Hand des Nuntius das geschuldete Glaubensbekenntnis für den Abt gemäß dem umseitig geforderten Formular (retroscriptam ex curia Romana sub plumbo clausam) geleistet; Abt Johann von Brauweiler spricht für Hermann Georg den Text mit angegebenen Abweichungen. Zeugen: Antonius Bichus, Guido von Pallagium. Ausstellungsort: Köln. Eigenhändige Unterschriften von Johann, Abt von Brauweiler und Fabio Chigi mit Ankündigung des Siegels des Nuntius. Notarszeichen. (... sub anno a nativitate eiusdem Domini nostri Iesu Christi millesimo sexcentesimo quadragesimo indictione nona die quidem Luna decima mensis Decembris circa horam decimam ante meridiem ante meridiem pontificatus autem sanctissimi in Christo Patris ac domini nostri domini Urbani divina providentia pape octavi anno decimo octavo ... Actam Colonie prout supra in aula residentiae benememorate domini nuncii apostolici) [1640 Dezember 10].
Vgl. hierzu auch Nr. 1846, 1847, 1848, 1849, 1850, 1851, 1852.
Unten rechts: Radour.
Unten links: X [grossi] / L. de Rocis pro rescribendario [?] / H. Gidofridi [?] / O X dan [?]
Unter dem Urkundentext: S. Ugolinus / I. Serra.
Auf der Rückseite: Forma professionis fidei.
Die Datierung folgt den Urkunde Nr. 1849 und 1851 in der auf das Eidformular Bezug genommen wird. Die von der päpstlichen Kanzlei übersandte Eidesformel wurde ohne Faltung einer Plica durch die an Hanfschnur befestigte Bleibulle verschlossen. Darauf weisen bereits die Urkunden Nr. 1849 und 1851 hin (formam quam sub bulla nostra mittimus introclusam).
Auf der Rückseite: Hermanni Georgii a Neuhoff abbatis nullius dioecesis.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.