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Friedrich Heinrich von Mansbach auf Wüstensachsen bekundet für
sich und seine Erben, dass er an Adalbert [von Schleifras], Abt von
Fulda, seinen L...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1701-1710
1709 Mai 16
Ausfertigung, Pergament, ein mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehen Poppenhausen den 16ten Maii anno 1709
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Friedrich Heinrich von Mansbach auf Wüstensachsen bekundet für sich und seine Erben, dass er an Adalbert [von Schleifras], Abt von Fulda, seinen Lehnsherrn, seine inner- und außerhalb des Pfarrbezirks von Poppenhausen gelegenen Güter, die er teilweise vom Kloster Fulda zu Lehen trägt, die ihm teilweiss selbst gehören und die er teilweise von seinem Vater Johann Friedrich von Mansbach geerbt, aber auch durch Tausch erworben hat, verkauft hat. Zu diesen Gütern gehören ein Rittersitz und andere Gebäude sowie alle Rechte und alle Einnahmen. Mit diesen Gütern hat Friedrich Heinrich auch die bereits ausgesäte Winterfrucht verkauft sowie das Viehfutter (fütterung) und die Zugtiere mit Ausnahme des Futters und der Tiere, die er für sich selbst behalten hat. Dazu gehört auch das gesamte Hausgeschirr (breugeschirr), Wagen und Pflüge. Friedrich Heinrich bestätigt, dass er von der fuldischen Rentkammer für diese Güter die Kaufsumme von 41057,5 Gulden rheinischer Währung in bar laut der Schuldverschreibung erhalten hat. Davon sind 20000 Gulden harte Sorten Geldes gewesen, außerdem 100 Dukaten in Gold, die er an seine Tochter Juliana von Mansbach, Witwe von Salzburg, als Schlüsselgeld weitergegeben hat. Friedrich Heinrich weist dem Kloster den genannten Besitz ohne weitere Einschränkungen nach den Angaben des Erbregisters zu. Die Zusammensetzung des Besitzes ist durch den fuldischen Kommissar überprüft und für rechtmäßig erklärt worden; Friedrich Heinrich weist das Kloster daraufhin in den Besitz ein. Die Untertanen auf den verkauften Gütern werden von ihren Friedrich Heinrich geschworenen Eiden entbunden und angehalten, künftig in gleicher Weise dem Kloster zu gehorchen. Friedrich Heinrich versichert bei seiner adligen Ehre, dass die genannten Güter weder verpfändet, noch verkauft oder mit Schulden belastet sind; die Untertanen sind lediglich mit der Steuer, die an die Matrikel der Ritterschaft für Einquartierungen geht und die nach kaiserlichem Recht der fränkischen Ritterschaft zusteht, belastet. Weiterhin verpflichtet er seine Erben, sich an diese Abmachungen zu halten und leistet durch die Verpfändung gegenwärtiger und künftiger Güter und mittels Eid Währschaft. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Handlungsort: Poppenhausen. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Friederich Heinrich / von Mannsbach uff / Wüstensachsen propria)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 7, Nr. 166
Als Schlüsselgeld wird ein Geschenk für eine Tochter oder Ehefrau eines Verkäufers bezeichnet, das ein Käufer beim Kauf eines Hauses für die symbolische Übergabe der Schlüssel bzw. des Haushalts gibt.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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