1565 April 8 Johann Heinrich von Walbron zu Ernsthofen, Domherr und Kämmerer zu Mainz, und Dr. jur. Kilian Eler, Schultheiß ebenda, bezeugen, daß sich Georg Leckkücher (Lebkucher), Bürger zu Mainz, vor ihnen verpflichtet habe, dem Straßburger Bürger Laux Dentner auf der bevorstehenden Frankfurter Herbstmesse 1800 fl zu bezahlen, die Dentner ihm zur Bezahlung von Forderungen des zum Hirsch in Frankfurt wohnenden Juden Mosche Bon vorgestreckt hatte, nachdem sein Schwager Hans Wendel Koberer, Bürger zu Mainz, von der Bürgschaft zurückgetreten war. Sg.: beide A. Or., Perg. RV: des Kilian Eler d.d. Mainz 23.4.1565, daß Laux Dentner der Frau des gen. Juden, Vogel, und deren Eidam die Schuld abgezahlt und Jorg Lebkucher dem Dentner nun 1800 fl schuldig sei. - Zusatz der Margarete Lepkuecher, daß die obige Urkunde v. 8.4.1565 mit ihrer Zustimmung und im Beisein ihres Schwagers Dr. Kilian Eler, Schultheiß und kurf. Rat, und des Jost Rodt, weltlicher Gerichtsschreiber zu Mainz, aufgesetzt sei. Desgl. d.d. 6.11.1565 des weltl. Richters zu Mainz Martin Weidmann, daß Laux Dentner von Jerg Lebkucher 1400 fl empfangen habe. - Weiterer Vermerk: "Hauptverschreibung über 1800 fl, so Jörg Lebkücher, Bürger in Mentz, Laux Dentner, Bürger in Straßburg, übergeben. Dahero und als Lebkücher die ganze Zahlung nit vollbringen können, der edel Philips Brendel die restierende Summam laut Quittung und mit Einlösung des Briefs den Weingart zu Kastel (Castell) bezahlt und an sich erkauft hat ... "