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Akte zur Entwicklung der Normschrift DIN 1451 bei H. Berthold AG
Die 1858 in Kreuzberg gegründete H. Berthold AG war in der Weimarer Republik eine der größten Schriftgießereien Europas und pflegte vielfältige Kooperationen mit Kunstschaffenden der Avantgarde (z.B. des Staatlichen Bauhaus). Die Akten aus der Abteilung Schriftschneiderei (1913-1945) beleuchten den Prozess des Schriftentwurfs und dessen Anpassung an den Bleisatz und liefern neue Impulse und Betrachtungsweisen im Bereich Typographie und Schriftentwicklung. In der Akte befindet sich unter anderem die Kommunikation zwischen Siemens & Halske und der H. Berthold AG bezüglich der Normschrift DIN 1451. Ab 1925 war der Siemens-Ingenieur Ludwig Goller als Vorsitzender des DIN-Ausschusses für die Entwicklung einer genormten Schrift verantwortlich und arbeitete eng mit der H. Berthold AG zusammen. DIN 1451 wird – in leichter Abwandlung – für Orts-, Autobahn-, Eisenbahn- und andere Hinweisschilder bis heute genutzt. Daneben finden sich in der Akte Abmessungen, Schriftproben, Korrekturen an Probedrucken und Bestellungen für den Maternverkehr.