Vor Ludwig Franz Houben, Notar zu Moers, bekennen 1. Diederich Rheinen (Rhey-), Vater, und 2. Johann Rheinen, Sohn, beide Ackersleute zu Homberg, von Diederich Kersken, Ackerer zu Hochemmerich, ein Darlehen von 500 Talern Preußisch Kurant erhalten zu haben. Sie versprechen, dafür alljährlich auf Martini [11. November], in diesem Jahr [1850] zum ersten Mal, 5 % Zins zu entrichten sowie das Kapital nach einer beiden Teilen freistehenden, halbjährigen Aufkündigung vor dem Zinstermin abzulegen. Zur Sicherheit von Kapital, Zinsen und Kosten setzen die Schuldner 1. eine 1 Morgen, 13 Ruten, 50 Fuß große Holzung, jetzt Ackerland, zu Homberg in den Heesenbüschen (Anlieger: Klapdor (Clapdohr), Nellen, Schumacher), 2. die Hälfte eines 1 Morgen, 100 Ruten großen Ackerstücks zu Homberg vor den Kuhgassen (Anlieger: Gütgen, Heinrich Hames) sowie 3. die Hälfte eines 128 Ruten, 70 Fuß großen Ackerstücks [zu Homberg] (Anlieger: Alefs, Diederich Rheinen, Gütgen) zu Hypothek, damit der Gläubiger sich nötigenfalls daran schadlos halten kann. Die Schuldner erklärten, dass sie das unter 1. verpfändete Ackerstück gemäß Kaufakt vor dem unterzeichneten Notar am heutigen Tag [18. Januar 1850] von dem Tagelöhner Peter Pöttmann zu Homberg erworben hätten und die beiden anderen Grundstücke durch den Schuldner Johann Rheinen allein gemäß des am 11. Juni 1847 vor dem fungierenden Notar vollzogenen Kaufaktes erworben worden seien. - So geschehen ... in der Amtsstube des unterschriebenen Notars in Gegenwart der zu Moers (Meurs) wohnenden Zeugen Franz Claesges, Kleinhändler, und Hermann Lambrecht, Weber, ...