Groß-Gerau: Am Freitag nach Franziskustag [Okt. 7] 1440 standen einige in Gerau ansässige Untertanen des Graf Johann v. Katzenelnbogen in Mainz vor Gericht, die von dem Erzpriester, gen. der junge Rode [Name in Vorlage ausgestr.], wegen eines Zwiebelzolls, den dieser in Gerau zu haben glaubte, sie ihm aber nicht zugestehen wollten, gerichtlich belangt wurden. Richard v. Cleen, [der Kämmerer?] Hans ['Hulehaus'?], der Schultheiß, und die Richter des weltlichen Gerichts zu Mainz forderten den Erzpriester auf, den armen Leuten die Klage zu erlassen, welcher Bitte dieser entsprach. Von seiten der Stadt Mainz waren anwesend Rudolf Humbracht, 'Clese Gustenhofer gen. Koß, die Bürgermeister, und Gippel 'Raeb', Stadtschreiber, die das Gericht baten, den Erzpriester zu bitten, seine Forderungen wegen des Zwiebelzolls fallen zu lassen, da der Rat solche Neuerungen nicht zulassen wolle. Die armen Leute Hanna Henchin, Henne Buch, Peter 'Luterwin', Henne 'Althin', Hertwin Mezler, Hanna Scheffer, Jakob Michel und Henne Kaub haben am gen. Tag [s. o.] die Kundschaft gegeben, daß ihnen nicht erinnerlich sei, den Zwiebelzoll je gegeben zu haben. Clas 'Stolphe', Henne Rode d. J., Haman, Henrichs So., Peter Rode, Henchin Adler, Peter Stolchin, Henchin Stolchin, Henchin Lutwin, Henchin 'Landgasse', Peter Schurmann, Hartwin Lutwin, Heinz Mezler, Gerhard List, 'Heintely Raih', Peter Rauch, Klaus (Clas) Wetthenn, Henn Olngreber, Henn Grawedder, Henn Reinheimer (Rinhemer), Henn Windmüller (Wintmoller), Jeckel [Kaup?], Dietrich Bechtolffs Stiefsohn, Peter Vetter, Heinrich Neuwirt, Peter 'Fonk', Junge Henn, Happelrose Koppels Peter, Henne Schmer, Huffen Gerhard, Hermann Stolle, 'Diely Heinzely', 'Anthie' Heinz und Hertwin Stief sagen auch, daß weder sie noch ihre Eltern Zwiebeln zu Zoll gegeben haben.

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Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
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