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Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 07. Nachlässe
1950 - 2010
Der Nachlass von Ortwin Steuernagel wurde 2018 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld verzeichnet. Er umfasst 71 Verzeichnungseinheiten und erstreckt sich über den Zeitraum von 1950 bis 2010. Der Nachlass liegt im Landeskirchlichen Archiv unter der Bestandsnummer 3.158.Ortwin Steuernagel (11.07.1929-02.08.2018) war als Bielefelder Pfarrer und Superintendent des Kirchenkreises Bielefeld tätig.In Goldberg/Schlesien geboren, nach der Flucht 1945 und Wiederaufnahme des Schulbesuchs in Gütersloh studierte Steuernagel in Bethel, Tübingen, Münster und den USA Theologie. Nach dem Vikariat in der Ev. Kirchengemeinde Heessen nahm er seinen Dienst als Pastor im Jugendhof Vlotho wahr. 1960 bis 1975 war er als Pfarrer der 3. Pfarrstelle der Ev. Petri-Kirchengemeinde in Bielefeld tätig. 1969 wurde Steuernagel zum Superintendenten des Kirchenkreises Bielefeld gewählt und hat dieses Amt 23 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1992 geführt, ab 1976 hauptamtlich.Neben der Förderung der Jugend- und Sozialarbeit lag Steuernagel insbesondere das kirchliche Engagement in den Kindergärten und der Diakonie am Herzen. Bereits in den 1980er Jahren hatte der Superintendent einen Blick auf die demografischen Veränderungen und die damit verbundenen strukturellen Veränderungsprozesse.Im Ruhestand hat Ortwin Steuernagel sich jahrelang als Vorsitzender des Arbeitskreises "Ökumenische Hilfe Bielefeld-Nowgorod" sozial engagiert. Außerdem hat er den Kreis der Bielefelder Emeriten geleitet.Die Abgabe des Nachlasses erfolgte durch seine Tochter Dorothea Steuernagel im Jahr 2013. Der Nachlass enthält interessante Unterlagen zur Geschichte des Kirchenkreises Bielefeld wie Geschenke der Kirchenkreis-Mitarbeitenden zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Jahr 1992: Alben über Diakoniestationen und Kindergärten im Kirchenkreis Bielefeld sowie eine dreibändige Sammlung von Predigten, Mediationen und Unterrichtsmaterialien aus dem Kirchenkreis Bielefeld.Beeindruckend sind die Unterlagen des Arbeitskreises "Ökumenische Hilfe Bielefeld-Nowgorod", zu deren Vorsitzenden Steuernagel nach seiner Pensionierung gewählt wurde. Sitzungsprotokolle, Fotos, Korrespondenz zeigen das soziale Engagement der Bielefelder in der Organisation der Unterstützung der evangelischen Christen Nowgorods in den wirtschaftlich schwierigen 1990en Jahren. Besonders wertvoll ist die private Korrespondenz Steuernagels und seiner Frau mit einigen Bürgern von Nowgorod. Sie ist von einem vertrauensvollen und freundschaftlichen Verhältnis geprägt und ist eine wichtige Quelle der sozialen Verhältnisse des postsowjetischen Russland.Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke „Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter „Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 in der Fassung vom 29.10.2020 bzw. des Aufbewahrungs- und Kassationsplans der EKvW vom 29.10.2020.Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: LkA EKvW 3.158 Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur des entsprechenden Archivales). Das Kürzel steht in dieser Reihenfolge für "Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bestand 3.158 Nr. ...".Im Falle einer Veröffentlichung ist die Nachlassgeberin zu informieren!Bielefeld, im Oktober 2018Anna WarkentinQuellen:Personalakte LkA EKvW 1 neu Nr. 3055
Form und Inhalt: Der Nachlass von Ortwin Steuernagel wurde 2018 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld verzeichnet. Er umfasst 69 Verzeichnungseinheiten und erstreckt sich über den Zeitraum von 1950 bis 2010. Der Nachlass liegt als Depositum im Landeskirchlichen Archiv unter der Bestandsnummer 3.158.
Ortwin Steuernagel (11.07.1929-02.08.2018) war als Bielefelder Pfarrer und Superintendent des Kirchenkreises Bielefeld tätig.
In Goldberg/Schlesien geboren, nach der Flucht 1945 und Wiederaufnahme des Schulbesuchs in Gütersloh studierte Steuernagel in Bethel, Tübingen, Münster und den USA Theologie. Nach dem Vikariat in der Ev. Kirchengemeinde Heessen nahm er seinen Dienst als Pastor im Jugendhof Vlotho wahr. 1960 bis 1975 war er als Pfarrer der 3. Pfarrstelle der Ev. Petri-Kirchengemeinde in Bielefeld tätig. 1969 wurde Steuernagel zum Superintendenten des Kirchenkreises Bielefeld gewählt und hat dieses Amt 23 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1992 geführt, ab 1976 hauptamtlich.
Neben der Förderung der Jugend- und Sozialarbeit lag Steuernagel insbesondere das kirchliche Engagement in den Kindergärten und der Diakonie am Herzen. Bereits in den 1980er Jahren hatte der Superintendent einen Blick auf die demografischen Veränderungen und die damit verbundenen strukturellen Veränderungsprozesse.
Im Ruhestand hat Ortwin Steuernagel sich jahrelang als Vorsitzender des Arbeitskreises "Ökumenische Hilfe Bielefeld-Nowgorod" sozial engagiert. Außerdem hat er den Kreis der Bielefelder Emeriten geleitet.
Die Abgabe des Nachlasses erfolgte durch seine Tochter Dorothea Steuernagel im Jahr 2013. Der Nachlass enthält interessante Unterlagen zur Geschichte des Kirchenkreises Bielefeld wie Geschenke der Kirchenkreis-Mitarbeitenden zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Jahr 1992: Alben über Diakoniestationen und Kindergärten im Kirchenkreis Bielefeld sowie eine dreibändige Sammlung von Predigten, Mediationen und Unterrichtsmaterialien aus dem Kirchenkreis Bielefeld.
Beeindruckend sind die Unterlagen des Arbeitskreises "Ökumenische Hilfe Bielefeld-Nowgorod", zu deren Vorsitzenden Steuernagel nach seiner Pensionierung gewählt wurde. Sitzungsprotokolle, Fotos, Korrespondenz zeigen das soziale Engagement der Bielefelder in der Organisation der Unterstützung der evangelischen Christen Nowgorods in den wirtschaftlich schwierigen 1990en Jahren. Besonders wertvoll ist die private Korrespondenz Steuernagels und seiner Frau mit einigen Bürgern von Nowgorod. Sie ist von einem vertrauensvollen und freundschaftlichen Verhältnis geprägt und ist eine wichtige Quelle der sozialen Verhältnisse des postsowjetischen Russland.
Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke ”Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter ”Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.
Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 in der Fassung vom 29.10.2020 bzw. des Aufbewahrungs- und Kassationsplans der EKvW vom 29.10.2020.
Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.
Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: LkA EKvW 3.158 Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur des entsprechenden Archivales). Das Kürzel steht in dieser Reihenfolge für "Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bestand 3.158 Nr. ...".
Im Falle einer Veröffentlichung ist die Nachlassgeberin zu informieren!
Bielefeld, im Oktober 2018
Anna Warkentin
Quellen:
Personalakte LkA EKvW 1 neu Nr. 3055
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.