Der Priester und Kaplan am Bierbräualtar im Ulmer Münster Eitel ("Yttel") Gebhart verleiht Georg Mayer von Hörvelsingen ("Herfelsingen") [Stadt Langenau/Alb-Donau-Kreis] den seiner Pfründe gehörenden Hof in Hörvelsingen mit allen Zugehörungen zu Erbrecht. Den Hof hat zuvor sein Schwiegervater Peter Semlin bewirtschaftet. Er war vorher als Leibgeding verliehen und ist dann mit Zustimmung des Bischofs von Konstanz und des Rats der Stadt Ulm in ein Erblehen umgewandelt worden [vgl. A Urk. lfd. Nr. 3015 vom 1. März 1507 und A Urk. lfd. Nr. 3017 vom 21. April 1507]. Georg Mayer hat den Hof in gutem Kulturzustand zu halten und dem Kaplan davon jedes Jahr 29 Imi Fesen und 15 Imi Hafer, beides Ulmer Maß, 6 Pfund Heller Heugeld, 1 Muth Öl, 100 Eier, 4 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm zu liefern. Bei Besitzerwechseln stehen dem Kaplan von dem Abziehenden 10 Gulden als Weglöse und von dem neuen Besitzer dieselbe Summe als Handlohn zu.