Adelheid, Witwe des ¿Klaus Knoll, bekennt, daß Johann [II. Blarer], Abt zu Weingarten, ihr und ihren Töchtern Else und Anne des Lachenmeiers ("Lachhenmaigers") Gut in Albertshofen ("Halbrechtshofen") auf Lebenszeit verliehen hat, solange sie Leibeigene des Klosters sind. Die Beliehenen werden das Gut in Baumanns Weise bewirtschaften, selbst darauf wohnen und nicht an andere weiterverleihen oder "schlaiczen". Als Zins und Hubgeld reichen sie jährlich zu St. Martin 1 lb d sowie je 4 Schöffel Vesen und Hafer Ravensburger Währung und Maßes, 1 Huhn auf St. Oswalds Tag, je 1 Herbst- und Fasnachthuhn, dazu im Herbst die Weinleite ("winlaiti"), soviel sich von einem Roß zu geben gebührt. Dem klösterlichen Vogt über das Gut müssen sie jährlich 1 Viertel Kernen Ravensburger Maßes, 1 Fuder Holz und 1 Herbsthuhn als Vogtrecht geben. Dem Waldmeister der Truchsessen von Waldburg, derzeit Konrad Boser, entrichten sie 1 Scheffel Hafer, 1 Gans, 1 Herbsthuhn und 10 Eier, dazu an die Veste Waldburg 1 Herbsthuhn und 10 Eier, alles wegen des Waldes. Wenn sie dem Kloster abtrünnig ("abschwaif") werden und sich einer anderen Herrschaft unterwerfen, verlieren sie das Gut. Bei Aufgabe müssen sie "höwrichti" und anderes nach Landessitte zurücklassen. Jos Humpis, Bürger zu Ravensburg, stimmt als Vogt der Ausstellerin dem Geschäft zu. Laut Rückvermerk hat Adelheid Knoll das Gut am 8. März 1440 (f[e]r[i]a s[e]c[un]da p[ost] Letare a[nn]o xlo) aufgegeben. Ihre beiden Töchter sind tot, "un[d] hat ir aim ain kind gelassen bei Josen Phluoger (Pflüger)[,] de[m] selb[en] sine[m] vatt[ern] ist es gelih[en] bis da[z] kind zuo sine[n] tage[n] kompt od[er] sturb es da vor[,] so ist d[a]z guot vo[n] im ledig[.]"