Kurfürst Philipp von der Pfalz bestellt Hans Oswalt von Richen (Riechen) zu seinem Knecht. Dieser soll dem Pfalzgrafen und nach dessen Tod seinen Erben von Haus aus mit einem reisigen Pferd gegen alle wohlgerüstete bis auf Widerruf dienen. Im Dienst erhält er vom Hof Futter, Mahl, Nagel und Eisen wie andere Knechte. Der Pfalzgraf verspricht, im Dienst erlittene Kriegsschäden zu ersetzen, sollte keine Einigung zustande kommen, entscheiden der Hofmeister, Marschall und zuständige Hauptmann. Für seinen Dienst erhält er jährlich 14 Gulden, 8 Malter Korn und 20 Malter Hafer als Sold und ein Hofkleid wie die anderen Pfalzgräflichen. Er darf sich derselben Freiheiten gebrauchen wie andere reisige Knechte des Pfalzgrafen. Sein Jahr begann zu St. Georg [= 23.4.]. Hans schwört Treue, Huld und Schadenswarnung sowie alles zu tun, was ein frommer Knecht schuldig ist.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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