Die Ulmer Bürgerin Veronika Gienger, Witwe des Johann Hutz, schenkt dem Fundenhaus ("den armen funden kinden") in Ulm [abgegangen, Bereich zwischen westlicher Friedenstraße und Altem Friedhof, nicht genau lokalisierbar] und seinen Pflegern, den Ulmer Ratsherren Ulrich Schermar ("Schermair") und Johann Köllin, einen jährlichen Zins von 4 rheinischen Gulden, den sie am 27. Februar ("vff montag nach sannt Mathias tag") 1492 für 80 Gulden erworben hat. Diesen Zins haben ihr bisher der Ulmer Bürger und Fischer Michael Hoffischer und seine Ehefrau Barbara Beck ("Bo/e/ckin") von ihren zwei Häusern und Hofstätten in Ulm Unter den Fischern [heute Fischergasse] entrichtet. Das eine Haus mit dem Fischkasten darunter liegt am Steg zwischen den Häusern des Klaus und des Johann Molfenter, das andere an der Stadtmauer zwischen Konrad Veßlin und dem Drechsel.