König Otto I. bekundet: Hadewig, Äbtissin des Stiftes Essen (Asnidensis monasterii), das von dem Bischof Altfrid zu Ehren des Erlösers, der Gottesmutter, der heiligen Märtyrer Cosmas und Damian und aller Heiligen errichtet worden ist, hat ihn gebeten, das Stift in gleicher Weise mit königlicher Autorität auszustatten, wie dies unter seinen Vorgängern geschehen ist. Mit dem Rat der Erzbis-chöfe Friedrich (von Mainz) und Wichfried (von Köln) sowie der übrigen Bischöfe und Grafen gesteht er das freie Wahlrecht (electionis arbitrium) zu. Ferner bes-tätigt er jene Schenkungen von Königen und anderen Gläub-igen, deren schriftliche Zeugnisse bei einem Brand des Stiftes vernichtet wurden. Dies sind: der ganze Zehnt zwischen den Flüssen Emscher (Embisccara) und Ruhr (Rura) vom Leither (Leatunia) Bach und der Mühle Icos bis nach Lirich (Lieriki) und Lippern (Leppera), den Erzbischof Gunthar von Köln mit Zustimmung des Papstes Nikolaus I. und aller Mitbischöfe und des Klerus geschenkt hatte, ausgenommen den Teil in Rellinghausen (Ruoldinghus) im Besitz von Eggihart und seiner Ehefrau Rikilt; die beiden Dörfer Homberg (Hohemberg) und Kassel (Cassella), die König Lothar (II.) geschenkt hatte, und den Hof in Huckarde (Hucrithi), den König Ludwig der Deutsche zusammen mit Ländereien in der Grafschaft Ekberts und Cobbos geschenkt hatte, sowie die Höfe Olst (Holsto), Archem (Arachem) und Irthe (Herte), die dem Unterhalt der Stiftsdamen dienen; von Karl (III.) den Hof zu Godesberg (Vuodenesberg); den Hof Beeck (Beki) von Ottos Großvater Herzog Otto, den König Heinrich (I.) noch bestätigt hatte. Er verleiht dem Stift Immunität und Zollfreiheit. Hierfür ist der Vogt auf Weisung der Äbtissin zuständig. - Signumzeile mit Monogramm. - Rekognition durch den Kanzler Bruno in Vertretung des Erzkanzlers Friedrich. - Zeugen (alle Namen werden durch Signum eingeleitet): Erzbischof Friedrich (von Mainz), Erzbischof Ruodbert (von Trier), Bischof Richgouuo (von Worms), Bischof Konrad (von Konstanz), Bischof Ulr-ich (von Augsburg), Bischof Reginbald (von Speyer), Bischof Poppo (I. von Würzburg), Abt Hadomar (von Fulda), Abt Hagano (von Hersfeld), Abt Halawich (von der Reichenau), Abt Hartbert (von Ellwangen), Abt Fastolf, Heinrich, der Bruder des Königs, Herzog Hermann (von Schwaben), Graf Konrad, Graf Eremfrid, Graf Gebhard, Graf Ekhard, Graf Hugo. Data 18. kal. feb. a.d. inc. 947 ind. 5. regn. pio rege Ottone a. 11.; actum Franconefurt.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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