Mainz, 1595.11.14. (Richter Konrad Kennicken). Hans Fill, Pfründner im Predigerkloster, macht, etwas schwachen Leibs auf einem Bett liegend, in seinem Haus sein Testament: Begräbnis im Kreuzgang dieses Klosters. Er vermacht: a) Armen Leuten 100 fl. (in zwei Obligationen: 1) 80 fl., den Prokurator Johann Draberger besagend, 2) 20 fl., Lorenz Nawheim, Wirt zum Cranig, besagend, verzinslich zu Mainz anzulegen, unter Verwendung des Zinses für die Armen; b) seiner Frau Katharina: 1) eine Gültverschreibung über 500 fl., den Metzger Kaspar Eißgen besagend, 2) 500 fl. von den 1000 fl., die ihm Philipp Gippel, Wirt im Riesen zu Bingen, schuldet, 3) 50 fl. Hauptsumme, die er einem vertrauten Freund am 2.5.1595 geliehen, 4) eine Handschrift über 112 fl. 12 Albus, Merten Schuleben, Schuhmacher, besagend, 5) 100 fl. auf Hans Jakob Schrottbolzen, Barbier, wofür etliches Silberwerk verpfändet, 6) 30 fl. bei Michael Ritter zu Mittelheim, 7) 18 fl. bei Adam Schnaussert zu Walluff (Walff), 8) 25 fl. bei Jakob Breittert zu Heidesheim, 9) 100 fl. bei Hans Lautt zu Ingelheim, 10) 100 fl. Gültverschreibung, Hans Wiessel, Schneider, besagend, 11) alle Fahrnis und alles Übrige; c) den Predigern 70 fl. Gültverschreibung, Johann Rump zu Östrich besagend; d) seinen Basen Feyen und Mergen, Töchtern des + Georg Becker zu Bingen, 30 fl. bei Meysemers Hans zu Bingen; e) den vier Kindern (Hans, Ottilie, Peter, Wilhelm) des + Hans Fill, Einwohners zu Ingelheim, 400 fl. (200 fl. bei Enderes Cremers oder Scheppen Ww. zu Oberingelheim, 200 fl. bei Niklas Geygers Erben auf dem Haus bei dem Bronnen zu Ingelheim); f) Peter Schaub zu Winternheim 100 fl. auf einem Gültbrief über 400 fl., Junker Ebert Flach v. Schwarzenburg besagend; g) Ruf Schab zu Schwabenheim 100 fl. auf dem gleichen Gültbrief; h) Jakob Knod, Metzger zu Mainz, 100 fl. vom gleichen Brief; i) Heinrich Schnellen Töchter Merge und Appel zu Bubenheim im Ingelheimer Grund 100 fl., bei Emmel und Philipp Stern zu Oppenheim ausständig; k) 15 fl. bei Martin Sander, 10 fl. bei Theis Metzler zu Ingelheim, und was bei Heinrich Helferich noch ausständig, in den Almosenkasten zu Ingelheim zur Ausspendung an die Armen. Als rechte Erben setzt er ein: Peter Schab zu Winternheim, Ruf Schab zu Schwabenheim, Paul Schab zu Worms; und Bruder und Schwester seiner (des Testators) verstorbenen Mutter, Jakob Schab und Barbara; zu fünf gleichen Teilen. Z.: Martin Schüleben, Schuhmachermeister, Mattes Nestler, Bäcker, Adam Grimmer, Maler, Martin Lindengrun, Gürtler, Ziliax Haut, Schuhmacher, Danile Jung, Hofgerichtsbote, Wilhelm Chun, Schneider, Kaspar Eyßgen, Metzler, Philipp Danner, Kürschner, und Johann Weyßel, Schneider.

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