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2/5 [fol. 10]: 1596 Oktober 14 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. V
Enthält: Anwesend: Rektor Herzog Johann Friedrich, Gerlach, Varnbüler, Hochmann, Halbritter, Harpprecht, Magirus, Mögling, Hamberger, Planer, Cellius, Burckhardt, Müller; 1.) Supplik des Mag. Johann Marquart um Beistand bei seinen Universitätsprivilegien wg. seiner Verwundung durch Bauern aus Weilheim; Schlaghändel zwischen Hans Steck und Mag. Andree: Inquisition betr. Täterschaft und Supplik [der Kläger] an den Herzog um Verweisung der Täter vor das Hofgericht Tübingen und Verklagung auf die Universitätsprivilegien. [UAT 2/5, Bl. 10']; 2.) Begehr von Bürgermeister und Gericht zu Sindelfingen um Abgabe des Geldes für den Krautzehnten: Beratung der Deputati über die Erhöhung des Zehntgelds für Kraut ohne Belastung der armen Leute. [UAT 2/5, Bl. 10']; 3.) Supplik der Hitzlerin um Anhaltung des Georg von Ehingen zu einem Vergleich wg. ihres Ehemannes: Verweis an Ehingen durch den Obervogt und Dr. Varnbüler "zur Billigkeit". [UAT 2/5, Bl. 10']; 4.) Termin der Neuwahl des Rektors: Anheimstellung an den Herzog und dessen Erklärung betr. Wahl jetzt oder in zwei Tagen; Wahl des Herzogs Augustus von Lüneburg und Anfrage beim ihm bzgl. seiner Annahme durch Mag. Cellius, Dekan der Fac. Artium [UAT 2/5, Bl. 10']
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.