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Die kurfürstliche Regierung in Fulda bekundet im Namen Wilhelms
I., Kurfürst und Landgraf von Hessen, Großherzog von Fulda, dass sie der
Witwe Bar...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1801-1840
1819 Januar 19
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehen zu Fulda den neunzehenten Jänner eintausend achthundert neunzehn
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die kurfürstliche Regierung in Fulda bekundet im Namen Wilhelms I., Kurfürst und Landgraf von Hessen, Großherzog von Fulda, dass sie der Witwe Barbara Truschel aus Traisbach auf deren Bitten ein Stück Wald im Forst Dammersbach am Bröllersgraben gegeben hat. Im Folgenden wird die genaue Lage des auf 156 Ruten und 32 Schuh großen sowie auf zweieinhalb Aussaatbös [?] taxierten Waldstücks beschrieben. Der Verkauf ist zu folgenden Bedingungen geschehen: 1. Barbara Truschel hat den genannten Wald als unwiderrufliches Eigentum in Erbpacht erhalten. 2. Auf die Zahlung eines Erbschillings ist verzichtet worden; jedoch sind regelmäßig die folgenden Abgaben an das Fruchtamt zu entrichten: ein halbes Maß Gerste als Getreidezins und die Hälfte der Grundsteuer. Für die Erbzinsen ist Barbara eine dreijährige Befreiung zugestanden worden, so dass die Zahlung erstmals an Martini [November 11] 1821 fällig wird. Die Grundsteuer soll hingegen schon ab 1819 Januar 1 entrichtet werden; eine Veränderung der Grundsteuerhöhe ist zu akzeptieren. 3. Baumaßnahmen sind auf dem genannten Grundstück unzulässig; es ist lediglich Ackerbau erlaubt. 4. Das Grundstück ist der landesüblichen Lehnsobservanz unterworfen und muss daher von Fall zu Fall rekognosziert werden. Die Urkunde ist in zweifacher Form ausgefertigt worden. Ankündigung der Unterfertigung. Ankündigung des großen kurfürstlichen Regierungssiegels. Handlungsort: Fulda. - Die Witwe Barbara Truschel (Wittich Trüschlin) hat dem kurfürstlichen Landrentamt 1819 März 22 (Fuld den 22. März 1819), mit ihrem Zeichen - drei Kreuzen - die Vererbungsbedingungen bestätigt. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Kurfürstliche regierung IIte abtheilung: / von Meyerfeld / regierungspräsident / kurfürstliches landrentamt vidit Koenig / Maier)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Kurfürstliche Regierung Fulda
Köpfchen ist ein spezielles Maß für Saatgut.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.