Heinrich Abt von Fulda (Fuldensis) bekundet: Äbtissin und Konvent des Klosters St. Marien zu Allendorf (Alden-) haben eine jährliche Gülte von 14 Maltern Korn Erfurter (Erforden.) Maß aus Hufen und Gütern zu Westhausen (-husen), seit alters Lehen der Fuldaer Kirche, vom Knappen Ludwig von Krayenberg (Creigen-) und seiner Ehefrau Sophie gekauft. Diese haben die Gülten in die Hand des Abtes resigniert und gebeten, sie den Nonnen zu übertragen. Mit Zustimmung des Dekans Dietrich und seines Konventes kommt der Abt dem gerne nach und überträgt die Gülten in aller Form an die Nonnen und ihr Kloster. Diese haben dafür jährlich an Martini [11. Nov.] vier Pfund Wachs an die Kammer des Klosters Fulda zu liefern. Anstelle dieser Gülte haben die Eheleute den von ihnen bewohnten Hof zu Salzungen, eine halbe dortige Salzpfanne, 14 Maß (gesoch) Salz jährlich, 40 Acker Feld vor der Stadt und eine Hufe im Dorf Kaltenborn (Kaltenburnen) der Fuldaer Kirche aufgetragen und zu Lehen empfangen. Es siegeln (1) Abt und (2) Konvent; Dekan Dietrich und der Konvent bekunden ihre ausdrückliche Zustimmung.