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Schreiben von Friedrich Wilhelm Heinrich (Willy) Stallmann und seiner Ehefrau Maria (Mariechen) geb. Vögeding aus Minden an seinen Bruder Oswald Stallmann
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Schreiben von Friedrich Wilhelm Heinrich (Willy) Stallmann und seiner Ehefrau Maria (Mariechen) geb. Vögeding aus Minden an seinen Bruder Oswald Stallmann
Stadt Minden WN 27 Nachlass Oswald Stallmann, Nr. 1
Stadt Minden WN 27 Nachlass Oswald Stallmann Nachlass Oswald Stallmann
Nachlass Oswald Stallmann
1939 - 1944
Enthält u.a. "Hier in Minden ist noch alles in bester Ordnung.", 21. Sept. 1939; Bemerkungen über das schnell zu erwartende Kriegsende ("Der Krieg in Polen ist ja zu Ende. Und was kommt nun? Im Westen? Hoffentlich bald Ruhe u. Frieden!"), 22. Sept. 1939, u. ("Nun wird es wohl bald zu Ende sein, denn der heutige Vertrag mit Rußland wird die Herren in Paris und London wohl auf die Nieren gegangen sein. Es geht jetzt beim Tommy um Alles. Und ich glaube, er hat sich verspekuliert. Er hat in unserm Führer sich geirrt."), 29. Sept. 1939; Wunschkonzert der Soldaten, 17. Okt. 1939; Dank für Weihnachtsgeschenke (Lampe und Vase), 4. Jan. 1940; Bemerkungen zu einem Konflikt zwischen Rudolf Heß und Adolf Hitler ("Ganz erschüttert sind wir noch von der Nachricht über Rudolf Heß. Was mag den Mann dazu bewogen haben, gegen den Willen des Führers zu handeln."), 12. Mai 1941; Trauer von Elisabeth Koch geb. Stallmann über den Tod ihres Mannes Otto Koch, 30. Juli 1941; Bombenabwurf der Briten am Pumpwerk an der Weser, 7. Sept. 1941; Angebot, seinem Bruder eine Pistole zu schicken, 7. Sept. 1941; Mangel an Spielsachen zu Weihnachten, 30. Nov. 1941; Ausstellung von Raucherkarten (für Tabakwarengeschäft / Schreibwarengeschäft / Buchhandlung Wilhelm Stallmann, Viktoriastr. 7, Minden), 15. März 1942; Karl [Kottkamp] aus Schnathorst in russischer Kriegsgefangenschaft, 15. März 1942; Genehmigung für Kurt Koch und Karl-Oswald Koch, weiterhin studieren zu dürfen, 15. März 1942; Post an Oswald Stallmann zurückerhalten, [15. März 1942]; Bitte Wilhelm Stallmanns um Briefmarken für seine Sammlung, [15. März 1942]; Ankunft eines Pakets schmutziger Wäsche aus Heidelberg, 9. Juni 1942; Musterung Jugendlicher (17-Jähriger), 16. Aug. 1942; Luftangriff auf Osnabrück, 16. Aug. 1942; Erntehilfe durch Paul Stallmann und Familie in Schnathorst, 16. Aug. 1942; Dank für Hindenburg-[Brief]Marken, 16. Aug. 1942; schneller Abverkauf gerade erst gelieferter Bücher, 29. Okt. 1942; Bitte um Zusendung von Soldaten zustehenden Zulassungsmarken für den Versand von Paketen, 29. Okt. 1942; Suche nach neuem Ortsgruppenleiter für die N.S.V. nach Einberufung von [Gustav] Steinbrecher, den vorläufig Lehrer [Ernst] Riechmann vertritt, 29. Okt. 1942; Zusendung des Mindener Tageblatts, 2. Nov. 1942; Buchlieferungen an die Buchhandlung zumeist nur "Kriegsliteratur", 2. Nov. 1942; freiwillige Meldung von Kurt Koch zum Heer, um Sanitätsoffizier zu werden, 2. Nov. 1942; Abordnung (eines Dienstmädchens Lotte) zum Reichsarbeitsdienst, 2. Nov. 1942; Sonderzuteilung von drei Zentnern Tabak für das Tabakwarengeschäft, 5. Nov. 1942; Bericht von einer vierzehntägigen Erholungsreise zu Verwandten nach Schmalkalden mit Besuch von Weimar und Eisenach, 5. Nov. 1942; freiwillige Meldung des Ortsgruppenleiters Gustav Steinbrecher zur Wehrmacht, wird Dienst im Postwesen in der Ukraine übernehmen, 2. Nov. 1942; Verkauf von Spielsachen, die von der Hitlerjugend gefertigt wurden, 13. Dez. 1942; Dank für Weihnachtsgeschenke, 29. Dez. 1942; "Besondere Neuigkeiten sind hier nicht vorgekommen. Eine Heimatflack wird jetzt aufgestellt u. ausgebildet. Die Heimat soll und muß sich jetzt selber schützen. - Damit alle frei werdenden Männer anderweitig eingesetzt werden können.", 17. Jan. 1943; häufigere Luftangriffe der Briten auf Minden, 10. Jan. 1943; "Augenblicklich stehen wir noch ganz unter dem Eindruck von Stalingrad. Gibt es noch einen Gott, dann kann dieses Opfer nicht umsonst gewesen sein.", 5. Febr. 1943; "Wir leben doch in einer sehr, sehr ernsten Zeit, wie Dr. Göbbels in seiner Rede bestätigte. Was mag uns die Zukunft bringen. Aber den Kopf lassen wir nicht hängen.", 21. Febr. 1943; "Wie schön wäre es, wenn auch balde der Frieden käme. Obwohl wir bis heute noch keinen Grund zum Klagen haben. Das Schicksal der Soldaten an der Front, und der Menschen in den Luftgefährdeten Gebieten bedrückt uns doch sehr.", 6. März 1943; Ausbruch von 46 Kriegsgefangenen, englischen Offizieren, bei Borgholzhausen, 14. März 1943; "Wir haben soeben die Rede des Führers gehört. Etwas zuversichtlicher können wir doch wohl jetzt in die Zukunft sehen. Die große Gefahr ganz überrannt zu werden, ist doch wohl gebannt. […] Schon wieder geht ein schöner Tag zu Ende.", 21. März 1943; "Heute ist der Tag der Wehrmacht, wir werden auch gleich zur Kaserne und Möhrensuppe essen. Die Soldaten haben wieder allerlei nette Überraschungen für die Bevölkerung gemacht. Hoffentlich wird es auch wieder ein gutes Sammelergebnis.", 4. Apr. 1943; "Scheinbar ist auch der Brief verlorengegangen, denn bei diesen pausenlosen Angriffen der Amerikaner ist alles möglich. Gestern hat Osnabrück wieder allerlei mit bekommen, wie Lisbeth uns erzählte. Wann wird dieses Elend mal ein Ende nehmen. Täglich kommen doch neue Opfer dazu. […] Jetzt wo draußen in der Natur alles grünt und blüht, wie schön könnte alles sein, wenn nur der Krieg, und das viele Herzeleid nicht wäre. Aber alles Klagen hilft nichts, wir müssen eben dadurch, wenn es einem auch manchmal recht schwer wird.", 14. Mai 1944; Nachfrage beim Lazarett in Minden wegen möglicher Überweisung Oswald Stallmanns, 20. Juli 1944 u. 23. Juli 1944; keine Briefe von Paul Stallmann seit zwei Wochen, 20. Juli 1944; Verlobung von Karl-Oswald Koch, 20. Juli 1944; "Was sagst du zu dem feigen Mordversuch am Führer! Es sprach der Kreisleiter, er nannte auch die Namen der Generäle alle. Sie werden morgen wohl in der Zeitung stehen, ich schicke diese dir sofort. GenFeldmarschall v. Witzleben, General Fromm usw. der Attentäter der die Bombe legte, war ja Oberst Graf v. Stauffenberg! Diese Lumpen! Gut, daß schon alle gefaßt u. gerichtet sind. Jetzt hat ja Himmler den wichtigen Posten über das Heimatheer, der wird schon jetzt seine Maßnahme treffen und dafür sorgen, daß ein ähnlicher Fall sich nicht wiederholt. Es wäre garnicht auszudenken, wenn den Lumpen das geglückt, aber die Vorsehung hat es nicht gewollt und uns den Führer erhalten. Gott schütze ihn und führe uns durch ihn zu einem baldigen Siege. Paul [Stallmann] schrieb gestern auch, er ist versetzt zu einer anderen Division als Zeichner; wir freuen uns darüber mit ihm. Hoffentlich bleibt er nun da auch. Er schickte auch ein kl. Bild mit, er sieht schlecht aus, sehr mager. Ich glaube, der Junge macht sich zu viel Sorge um die Heimat, vielleicht hat er auch großes Heimweh. Doch es ist nun einmal Krieg und da heißt es "Kopf hoch" und aushalten. Es kommt auch mal das Kriegsende u. damit dann die Heimkehr." und "Ich war heute Nachmittag zur Trauerfeier von Klaus Gedien. Er ist im Lazarett gestorben, nachdem man ihm ein Bein abgenommen hatte. Es sind doch schon allerlei, die [aus] unserer nächsten Nachbarschaft gefallen sind. Hoffentlich sind nicht alle Opfer vergebens.", 23. Juli 1944; Plan des Besuchs bei Oswald Stallmann im Lazarett mit Bahnfahrt auf den Brocken, 4. Aug. 1944; Kurt Stallmann in Italien im Einsatz, 4. Aug. 1944
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.