Balthasar ("Balthus") Staiger von Gögglingen ("Göckhlingen") [Stadt Ulm] bekennt, dass ihm die Pfleger Hermann Rot und Matthäus Hofherr sowie der Hofmeister Anton Mürdel ("Myrdel") des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] einen Hof des Spitals in Gögglingen, den zuvor sein Schwiegervater ("schwer") Martin Segmel bewirtschaftet hat, auf Lebenszeit verliehen haben. Er verpflichtet sich, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten, nichts von seinen Zugehörungen zu verpfänden oder zu verkaufen und aus dem zu dem Hof gehörenden Wald nur Bau- und Brennholz für den Eigenbedarf auf dem Hof zu holen. Trifft er in dem Wald auf Personen, die sich dort unberechtigt aufhalten, dann soll er ihnen ein Pfand abnehmen und dieses mit dem Namen des Gepfändeten den Spitalpflegern oder dem Hofmeister übergeben. Dem Spital hat er von dem Hof jährlich 17 Imi Roggen und 16 Imi Hafer Ulmer Maß, 3 Pfund und 12 Schilling Heller Heugeld, 4 Herbsthühner, 2 Fastnachtshühner und 100 Eier nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung sowie nach seinem Tod fällt der Hof wieder an das Spital zurück. Wenn er den Hof vorzeitig verlässt sowie nach seinem Tod steht dem Spital eine Weglöse in Höhe von 3 Pfund und 12 Schilling Heller zu.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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