Waldrechte in der Herrschaft Breuberg An obigen Datum (Montag nach Cantate 1432) wurde der Wald genannt Hermansberg und Slutdorff begangen und beritten und die hernach genannten gaben darüber folgende Weistümer: Cuntzgin Phieffer von Grumpach sagt, er sei als Knabe bei Ulrich Bafey, Wertheimer Amtmann zu Breuberg, gewesen. Der über den Wald Hermansberg gesetzte Förster Junge habe alle Pfänder und Leute, die in genannten Walde Buße verwirkt hatten, dem Ulrich Bafey gebracht. Cuntzgin erinnert sich zurück auf mehr als 80 Jahre. Wolfran Mantel weiß seit 60 Jahren, daß der genannte Wald der Herrschaft Wertheim gehöre. Linhart Knelle weiß seit 40 Jahren, daß man die im Wald verwirkte Buße niemand anders als Eberhart von Hardheim und Heinrich Photten, dem Wertheimer Amtmann und Schultheißen, zahlte. Ob das sie hanauischen und obersteinischen Amtleute gerne übersahen, wisse er nicht. Ebenso bezeugen Henne Knelle und Hamman Hottenbercher (40 Jahre), Claus Süsse (60 Jahre), Hamman Wüste (50 Jahre), Henne Kolman (50 Jahre), Clessgin Knelle (50) und Woltz Fader von Annelsbach (Onelssbach) (50). Diese bezeugen auch, daß man die von Gumpersberg und Oberkinzig nicht pfändete, wenn sie in den Wald Slutdorff ihr Vieh trieben, wohl aber, wenn sie Holz holten, dann geschah die Pfändung wie oben. Herbert Scholle bekennt, daß man (Buch) Eckere im genannten Walde nur der Herrschaft von Wertheim und ihren Amtleuten ablieferte, (40) Jahre. Hamman Ebirtille sagt, er sei Knecht des Heinrich Photte sel. gewesen und zu dieser Zeit habe ihm Herbert Fytztum, Förster im Hamansberg gesagt, er rüge nur für die Herrschaft Wertheim. Dasselbe habe ihm der Förster Beringer von Kinzig gesagt. Auch er habe 3 Jahre hindurch als Förster über diesen Wald der Herrschaft von Wertheim und ihren Amtleuten zugeschworen (gelobt). Es seien 60 Jahre, daß ihm das Herbert Fitztum sagte. Cuntz Fitztum sagt, daß der Förster Junge im genannten Wald seinen Vater nach Breuberg zum Wertheimer Amtmann Brysinge von Rosenbach kommen ließ. Der Vater gelobte diesem Amtmann, den Wald zu hüten und für die Herrschaft Wertheim zu rügen und er war für seinen Sohn 42 Jahre Förster. Auch er selbst und sein Vater hüteten und hüten noch die Wälder für die Herrschaft Wertheim. Hamman Lypphart und Clessgin und German Hassenweyde, Gebrüder, bekennen, daß ihr Vater sel. Unterförster über den Walde war, während Herbert Fitztum Förster war, wen sie im Walde pfändeten, pfändeten sie für Wertheim, in der Slutdorff pfändeten sie nicht wegen Viehtreiben. Hamman Vader und Plitze geben dasselbe Zeugnis und erinnern sich auf 20 Jahre. Wortwin von Hümbrechtrode hat von alten Leuten gehört und weiß es selbst nicht anders, als daß der Hermansberg und Slutdorff der Herrschaft Wertheim gehöre. Er selbst hat als Förster nur der Herrschaft Wertheim Treue gelobt. Heinrich von Unrade sagt, daß er seit 60 Jahren wisse, daß der Wald Wertheim gehöre. Reinhart Omsteter sagt das Gleiche. Auch habe er vor 30 Jahren Holz aus dem Walde von der Herrschaft erhalten, dafür entrichte er Bede. Brünig von Holderbach sagt, er habe von einem Unterförster Herbert Fitztums, dem Syderwantz und einer Frau, genannt Peters Zyppin gehört, daß der Hermansberg abgeteilt sei (onderschieden), und Steine darin stünden, er wüßte aber keinen. Auch pfände man im Walde, nur nicht wenn der Sydenswantze hütete. Slutdorff sei "gemein" und ungeteilt. Das habe er vor 40 Jahren von Leuten gehört, von denen jedes 100 Jahre alt war. Claus Rups von Holderbach hat sagen hören, daß Marksteine im Hermansberge stehen, daß ergeteilt war, er habe aber keinen gesehen.