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NL 338: Beckers, Mathias Wilhelm (Maler) (Bestand)
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Bestände des Stadtarchivs Mainz >> Nachlässe >> Nachlässe nach Nummern, NL 301-350
noch zu prüfen
Beckers, Mathias Wilhelm, Maler, geb. 31.8.1853 in Köln, verh. mit Maria, geb. Selig aus Mainz, gest. 21.12.1922 in Mainz. Bilder des Malers befanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Familie Goldstein in den USA, sie galten im Landesmuseum als verschollen (Gemäldegalerie der Stadt Mainz, INV 913). Isolde Schneider, Urenkelin von M. W. Beckers, war nach dem Ableben ihrer Tante Hedi Geldenbott ebenfalls im Besitz eines Bildes von Wilhelm Beckers und schenkte das Aquarell ("Ansicht des Domes von Mainz vom Höfchen aus" nach Kesselstatt 1812) und die jetzt hier vorliegenden Familienunterlagen dem Landesmuseum Mainz. Das Landesmuseum gab die Archivalien an das Stadtarchiv Mainz ab.
Wilhelm Beckers war kein hauptberuflicher Maler. Als Retuscheur war er mit einer eigenen Werkstatt selbstständig, er arbeitete für viele Fotografen, deren Bilder er kolorierte, so schilderte es 2003 in einem Artikel der Allgemeinen Zeitung Mainz die Enkelin Hedi Geldenbott. Die Familie besaß das Haus in der Mittleren Bleiche 53, das beim verheerenden Bombenangriff auf Mainz am 27.02.1945 vollständig zerstört wurde.
Das Fotoalbum und die Familienerinnerungen stammen von Christine Beckers, geb. Beckers, eine Nichte und gleichzeitig Schwiegertochter des Malers und Mutter der oben erwähnten Hedi Beckers (verh. Geldenbott).
Christine Beckers, geb. Beckers wurde am 27.04.1885 in Köln geboren. Sie starb am 30.08.1957 in Mainz. Ihre Eltern waren Gottfried Beckers, ein Bruder von Wilhelm Beckers, und Christine, geb. Müller. Christine Beckers heiratete 1912 in Köln ihren Cousin Wilhelm Gottfried Beckers (geb. 27. April 1885 in Mainz, verst. 30.08.1957 in Mainz).
Kinder aus dieser Ehe waren: Katharina ("Käthe"), Gottfried (1915-1945 Kriegslazarett in Provinz Trient), Wilhelm (als Baby gest.), Winfried (als Kind gest.), Justina ("Justi", 1919-1977) und Hedwig ("Hedi", verh. Geldenbott, 1924-2013). Kinder von Gottfried (gest. 1945) sind: Wolfram (1941-1984), und Isolde (geb. 1945, verh. mit Jürgen Schneider).
In die USA wanderte Wilhelmine, geb. Müller (Tante von Christine Beckers mütterlicherseits), verh. Lockatell aus.
(1) Fotoalbum (mit Ledereinband und Schließe, Einband am Buchrücken ist beschädigt) der Familie Beckers, angelegt von Christine Beckers, geb. Beckers, mit Aufnahmen von Familienmitgliedern aus Mainz, Köln und USA vom Ende des 19. Jh. bis ca. 1948. Bilder sind weitgehend beschriftet und manche fein nachcoloriert.
(2) Familienfotografien, die lose im Fotoalbum lagen.;
(3) Familienchronik der Familie M. W. Beckers zu Mainz, nach amtlichen Quellen zusammengestellt, gebunden, mit Pergamenteinband, Titelblatt und eine Stammbaumseite künstlerisch gestaltet (farbig). Mainz, November 1906 mit Nachträgen bis ca. 1940. Inliegend: Foto von Sibilla Beckers, Köln;
(4) Heft mit Erinnerungen von Christine Beckers, geb. Beckers, vor allem an das Kriegsjahr 1945, aufgeschrieben in Hopfgarten/Tirol (8. September 1945) mit familiengeschichtlichen Daten, Fotos und Schilderungen der Bombennacht am 27.2.1945 in Mainz, Schilderung der Fahrt nach Tirol am 29 (??).2.1945, genauer Beschreibung des am 27.2.45 komplett zerstörten Hauses Mittlere Bleiche 53, Schilderung der Todesumstände des Sohnes und Soldaten Gottfried Beckers auf dem Weg zur Front, 1945; Brief von Julius Schneider, Mörlenbach mit seinen Erinnerungen an Gottfried Beckers, 18.8.1946; Abschrift der Aufzeichnungen zur Familienforschung von Gottfried Beckers; Abschrift von Gedichten; Seite "Jagdbares Wild"; inliegend in aufgeklebtem Briefumschlag auf letzter Seite: 2 Briefe vom 12.3.1945 un 16.3.1945 (Mainz-Weisenau) von Hedi an ihre Mutter und Geschwister in Tirol; 1 Brief der Mutter an Hedi (Hopfgarten, Tirol, 8. Mai 1945), 2 Briefe mit getrockneten Blumen verziert
(5) Kladde von Christina Beckers, geb. 23.1.1883 in Köln mit Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in Köln bis zum Jahre 1910/1912 (Zeitpunkt der Verheiratung in Mainz), Abschrift von Gedichten, Gedicht "Meinem Bruder Peter in Geistingen zu seinem 70. Geburtstag im Altersheim von seiner Schwester Christel", Gedicht "Kräuter Liese", "Rezept" [für ein gesundes, langes Leben]
(6) Aufzeichnungen in Reinschrift zur Ahnentafel Beckers (Familien Hochgesand, Selig, Beckers, Empt, Schreiner, Kraus, Müller etc.)
bearbeitet
Allgemeine Zeitung Mainz vom 08.08.2003 und 9.8.2003: In den USA wiederentdeckte Aquarelle des Mainzer Malers Mathias Wilhelm Beckers (Autor: Bernd Funke)
0,1 lfm.
Bestand
Wei
Köln
USA
Hopfgarten
Mainz
Beckers, Gottfried
Schneider, Julius
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
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Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
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