Auf Befehl Erzbischof Hermanns von Köln vermitteln Bürgermeister und Rat der Freiheit Droylshagen folgenden Tausch zwischen Frau Anna van den Steynen, Äbtissin, und dem Konvent des Klosters Droylshagen einerseits und der Kathrine, Witwe Willem Beckers, und ihren Kindern andererseits: Kathrine erhält die Hälfte des klösterlichen Ohls, und zwar oben vom Metzer Blencke Poell und Schelgens Wiese von Oelpe an bergabwärts an das wilde Wasser unter Einschluß eines unten anstoßenden halben Maldersaat Landes, ferner The(i)lle Broeckers Hofstätte, Miststätte und Tropfenfall binnen der Freiheit Droylshagen zu freiem Eigentum; die von Theille dem Kloster geleisteten Abgaben sind fortan Kathryne und ihren Erben zu leisten, der von ihm am Weiher gebaute Schuppen bleibt stehen. Dafür gestattet Kathryne dem Kloster den Bau eines Grabens durch ihren Grundbesitz mit Deichen, Dämmen, Wällen, Wegen und Stegen für die klösterliche Mühle auf dem Krutze-Oelle; zu dessen Unterhaltung notwendige Arbeiten dürfen unangekündigt vorgenommen werden. Das nicht benötigte Wasser ist Kathryne für ihre Wiese zu belassen. Wenn Kathryne das Ohl zu einer Wiese macht, indem sie das Wasser mittels einer "slachte" staut, soll sie das überschüssige Wasser dem Konvent bzw. dem Inhaber des untersten Teils des Ohls überlassen, wofür diese wiederum das Stauwerk mit instand zu halten haben.