Ruprecht Graf von Virneburg (Virnen-), Johann Herr von Braunshorn (Bruns-), Rudolf von Ansemburg (Ansenbrug), Hugo und Heinrich gen. Cratz, alle Ritter, entscheiden als gewählte Schiedsrichter zwischen Johann Sohn des + Heinrich einer-, Simon und Johann Söhnen des + Johann, allen Grafen von Sp., andererseits wie folgt: beide Seiten verzichten auf Klagen in diesen Streitigkeiten. Johann Sohn des + Heinrich behält die Petersleute Reinhard Scheylen, Konrad gen. Kindenader von Dill (Dylle), Walram von Dickenschied (Dyckens..) (a) und ... (a) Sohn des Kalcher von Lötzbeuren (Loirzeburne) in seinem Dienst, solange sie leben. Begeben sie sich in Johanns eigenes Gebiet, leisten sie den Dienst dem Grafen Simon. Zur gütlichen Beilegung künftiger Streitigkeiten wählt jede Seite 2 Mannen oder Burgmannen der anderen als Schiedsrichter und stattet diese mit Vollmachten aus. Die klagende Partei bestimmt den Verhandlungstermin; ist die Sache aufgrund von Verschleppung oder mangels Einigung nicht binnen 8 Tagen beigelegt und die Ratleute der Klägerseite nehmen auf ihren Eid, daß ihrer Seite Unrecht geschehen ist, so hat die beklagte Partei das binnen 8 Tagen gutzumachen. Das Freizügigkeitsrecht (underczog) aller Grafen, wie es von den Vorfahren hergekommen ist, und alle früheren Abkommen bleiben von der Einigung unberührt. Zeugen: Emich Archidiakon zu Lüttich (Leodien.), Bruder der Grafen Simon und Johann, Heinrich Domherr zu Köln (Colon.), Bruder des Grafen Johann, und andere. Es siegeln Graf Johann, Graf Simon, Graf Johann, Ruprecht Graf von Virneburg, der Archidiakon Emich, der Domherr Heinrich und Johann Herr von Braunshorn. Rudolf, Hugo und Heinrich Cratz bedienen sich der Siegel der beiden anderen Schiedsrichter, da sie keine Siegel haben. (a) Urkunde beschädigt (Löcher).

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv
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