Vor dem öffentlichen Notar Johann Layder und den hinzugezogenen Zeugen erklärt der Diakon der Diözese Konstanz Ludwig Vogt in der Wohnung des Notars in Ulm, dass er von Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm als Inhabern des Patronatsrechts auf die ewige Messe am Hochaltar im Ulmer Münster präsentiert wurde. Für den Fall, dass diese Präsentation von dem zuständigen Diözesanbischof bestätigt und ihm die Pfründe von diesem übertragen wird, schwört er, persönlich in Ulm zu residieren und alle mit der Messe verbundenen Pflichten und Aufgaben zu übernehmen. Er verpflichtet sich zu Gehorsam gegenüber den Patronatsherren und verspricht, Streitigkeiten mit diesen oder Ulmer Bürgern und Einwohnern, sofern es weltliche Dinge betrifft, vor dem Stadtgericht in Ulm und keinem anderen weltlichen oder geistlichen Gericht auszutragen. Bei Verstößen gegen diese Bestimmungen, Vernachlässigung seiner Pflichten oder offensichtlichen Vergehen wird er nach dreimaliger erfolgloser Abmahnung durch den Rat der Stadt Ulm die Pfründe durch seine Prokuratoren, die Ulmer Bürger Eitel ("Ytal") Löw ("Leo"), Magnus ("Mang") Krafft und Martin Gregg, in die Hände der Patronatsherren resignieren. Auf seine Bitte wird dies von dem Notar beurkundet.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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