Die Ulmer Bürgerin Anna Schmid, Witwe des Bildhauers Georg Stein, bekennt, dass ihr bisher ein jährlicher Zins von 1 rheinischen Gulden und 1 Weihnachtshuhn zustand. Dieser gefiel von Haus und Hofstatt des Michael Gnann in Ulm im Roschmannsgässlein [heute Teil der Walfischgasse] zwischen den Häusern des Zunftmeisters Ludwig Eberlin und des Johann Biermann. Er wurde am 6. Juni ("an dem nechsten freittag vor dem hailigen Pfingstag") 1432 von dem Zimmermann Georg Hait und seiner Ehefrau Margarete, beide Bürger zu Ulm, angekauft und kann mit 20 rheinischen Gulden abgelöst werden. Diesen Zins hat sie nun an die Ulmer Bürgerin Anna Mentz, Tochter des verstorbenen Konrad Mentz, und ihre Pfleger Georg Besserer und Georg Baumann, beide Ratsherren in Ulm, verkauft. Dafür hat die Käuferin 20 rheinische Gulden bezahlt.