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Johann [von Henneberg], Administrator von Fulda und Erzkanzler
der Kaiserin, bekundet, dass er vor einigen Jahren Otto von Boyneburg,
Sohn des ver...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1521-1530
1530 Februar 22
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist auff sanct Peters tag gnant chadetra im dreissigstenn iare der minderzal
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [von Henneberg], Administrator von Fulda und Erzkanzler der Kaiserin, bekundet, dass er vor einigen Jahren Otto von Boyneburg, Sohn des verstorbenen Hermann von Boyneburg, das Amt Fürsteneck mit allem Zubehör zur Verwaltung überlassen hat. Dem Kloster Fulda ist dabei unbenommen geblieben, mit Burg und Amt Fürsteneck weiterhin frei zu verfahren. Eine Wiederlösung ist ein Vierteljahr vor dem Fest Kathedra Petri (vor Petri) anzukündigen. Dabei ist nach den Bestimmungen der Amtsbestellungsurkunde zu verfahren, deren Anfang (von Gots gnaden wir Johanns coadiutor) und Ende (... der geben ist zu Fulda auff Freitag sant Peterstag stuelfeier genant anno funffzehenhundert und im sibenundzwainzigsten) zitiert wird. Johann bekundet, dass ihn nun Otto und sein Bruder Hartmann von Boyneburg wegen beträchtlicher Unkosten für das Amt Fürsteneck gebeten haben, sie für die kommenden sechs Jahre im Amt Fürsteneck zu belassen. Johann bekundet, dass er ihrer Bitte nachkommen und ihnen mit Zustimmung des Dekans Philipp Schenck zu Schweinsberg und des Konvents von Fulda für die kommenden sechs Jahre das Amt nicht entziehen will. Alle anderen Artikel und Punkte der Amtsbestellung bleiben weiterhin in Kraft. Als Gegenleistung haben die von Boyneburg an Johann 400 Gulden 85 rheinische Goldgulden und 315 Gulden in Albus (gulden an albis) im voraus gezahlt. Die 85 Goldgulden werden zu je 46 Gnacken gerechnet, die ganze Summe von 400 Gulden aber zu 44 Gnacken unverschlagener Münze je Gulden. Das Kloster Fulda soll die 400 Gulden über die kommenden sechs Jahre unverzinslich innehaben und nach Ablauf der sechs Jahre unverzüglich zurückzahlen. Sollte das Kloster Fulda dann die 400 Gulden unverschuldet nicht bezahlen können, soll das Kloster den von Boyneburg eine jährliche Pension auszahlen und ihnen darüber eine entsprechende Urkunde ausstellen. Siegelankündigung des Administrators. Ankündigung des Geschäftssiegels des Konvents von Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Administrator Johann, Konvent von Fulda
Vgl. Nr. 1473.
Ein Albus (= Weißpfennig) bezeichnet eine seit dem 14. Jahrhundert gebräuchliche Silberscheidemünze, die bis ins 19. Jhd. vor allem im Rheinland, später auch in Hessen geprägt wurde. Ein Albus galt in Hessen neun Pfennige.
Gnacken sind geringhaltige Groschen.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.