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Im Jahr 1380, in der vierten Indiktion, im vierten Jahr des Pontifikats Papst Urban VI., am 30. Tag des Monats Januar, um die Zeit der Nona, im Dorf Mainflingen (Meunfelyngen), im Hof des Pfarrers Johannes beurkundet der öffentliche Notar Philmann, Sohn des Paul Bart von Bingen (Pingwia): Vor ihm, den Landsiedeln zu Mainflingen Andreas (Endres) Fisser, Johann Friele, Herte Grimme und Berthold Fisser sowie vor den unten aufgeführten Zeugen haben Heinrich Rennewolf von Aschaffenburg, seine Ehefrau Liutgard (Luka) und deren Schwester Adelheid Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg eine Gült von 4 Malter Roggen (korngulde) und 2 Malter Hafer Aschaffenburger Maß für die Stiftspräsenz verkauft. Die Gült gefällt von einem Gut in Mainflingen oberhalb von Seligenstadt (Selgenstad) am Main (Meu/o/n), das Quittenbaumsgut genannt wird. Dieses wird derzeit von Edelint Schuchwert von Welzheim (Welnsheym) bewirtschaftet. Die Verkäufer haben dafür von den Käufern 60 Goldgulden erhalten. Sie haben daher die Gült und das Gut in die Hand des Landsiedels Andreas Fisser aufgegeben. Dieser hat daraufhin den Stiftsvikar und Präsenzmeister Johann Mutter als Vertreter der Käufer in deren Besitz gesetzt. Spezifikation der Güter, von denen die Gült entrichtet wird: - Eine Hofstatt in dem Dorf Mainflingen, die Quittenbaumsgut genannt wird. - 1 Morgen an dem Falltor. - 1 Morgen zieht über den Pfaffenweg und stößt an Katharina Kottener. - 0,5 Morgen, ein Anwander, anstoßend an Katharina Kottener. - 1,5 Viertel [Morgen] zwischen Heinrich (Heile), dem Sohn der Jutta, und Katharina Burgel. - 2,5 Morgen anstoßend an Friedrich Funke. - 0,5 Morgen zwischen Friedrich Funke und Katharina Kottener. - 5 Viertel [Morgen] zwischen dem Pfarrer und Johann Friele. - Ungefähr 0,5 Morgen zwischen dem Pfarrer und Andreas Fisser. - 1,5 Viertel [Morgen], ein Anwander, vor der Beunt von Burgel. - 3 Viertel [Morgen] am Röderacker (Rodenacker) zwischen Katharina Kottner und Friedrich Funke. - 5 Viertel [Morgen] an der Beune von Konrad Arnolt. - 3 Viertel [Morgen] zwischen Andreas Fisser und Johann (Henne) Krache. - 0,5 Morgen zwischen Katharina Kottener und Konrad Burgel. - 3 Viertel [Morgen] anstoßend an Konrad Arnolt an der Gemarkungsgrenze zu Kleinwelzheim. - 4 Morgen zwischen Friedrich Funke und Heinrich, dem Sohn der Jutta. - 1 Rute anstoßend an den Pfarrer. - 1 Morgen zwischen Heinrich Otte und Johann Krache am Welzheimer Pfad. - 4 Morgen, ein Schlüssel, der in der Brache (Bru/e/che) genannt wird. - 1,5 Morgen an der Roderde (Rodenerden) zwischen Friedrich Funke und Herte Grimme. - 5 Viertel [Morgen], ein Ger, an der Gemarkungsgrenze. - 0,5 Morgen, ein Anwander, zieht auf den Burgweg. - 0,5 Morgen an der Gemarkungsgrenze zu Kleinwelzheim. - 1,5 Morgen vor diesem an der Gemarkungsgrenze zu Kleinwelzheim. - 0,5 Morgen in der Gemarkung Kleinwelzheim, ein Schlüssel, zwischen Konrad Arnold und Edelint Schuchwert. - 0,5 Morgen am Welzheimer Pfad zwischen Konrad Drinkuz und Edelint Schuchwert. - 1,5 Viertel [Morgen] stoßen auf den vorgenannten Schlüssel. - 0,5 Morgen neben Peter Wentzel unterhalb des Schlüssels. - 0,5 Morgen zwischen Herte Grimme und dem Pfarrer am Lachweg. - 1 Morgen im Mainflinger Feld zwischen Herte Grimme und Heinrich, dem Sohn der Jutta. - 3 Morgen im Mainflinger Feld ziehen auf die Aschaffenburger Straße. Anlieger sind Katharina Kottener und Andreas Fisser. - 0,5 Morgen an dem Strohstück (Strostucke). - 10 Morgen an einem Stück auf dem Wirtfeld an der Aschaffenburger Straße. - 4 Morgen bei den vier Kreuzen auf der Aschaffenburger Straße. - 3 Morgen oberhalb des Eichweg zwischen Johann Krache und dem Heiligenacker am Bensweg (Bintzweg). - 3 Morgen daneben zwischen dem Bensweg und dem Eichweg. - 3 Morgen zwischen Eichweg und der Straße ziehen auf das kleine Kreuz. Die Gült ist von denjenigen, die das Gut bewirtschaften, jedes Jahr zwischen dem 15. August und dem 8. September (zussen den zweyn vnser Frauwen dagen alse sie zcu hymmel fu/o/r, geborn wart, die man nennet zu/o/ latine Assumpcio vnd Nativitas) an die Käufer zu entrichten. Die Landsiedel bekennen, dass das Gut und seine Zugehörungen eine ausreichende Sicherheit für die Gült darstellen. Am 2. Juni desselben Jahres um die Zeit der Terz hat der Notar dann auf Anweisung des Johann Mutter die folgenden Äcker, die nach Angabe der Landsiedel ebenfalls zu dem Gut gehören und bei der ersten Beschreibung vergessen wurden, angefügt: - 2 Morgen Acker an dem Beunelein (Bundichen) am Bensweg. - 3 Morgen Acker am Bensweg neben den Kindern von Fritzchen. - 1 Rute zieht über den Pfaffenweg. - 4 Morgen Acker ziehen in das zerbrochene Feld in der Gemarkung Kleinwelzheim. - 1 Morgen Acker vor den 2 Morgen, die auf den Eichweg ziehen.

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Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
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