1378 August 9. Bürgermeister und Rat der Stadt Lemgo beurkunden auf Bitten der Dechen der armen Leute im Heilig-Geist-Haus auf der Neustadt: Der Lemgoer Bürger Johan de Pelzer und seine Frau Hille haben von ihnen für 49 Mark Lemgoer Pfg. eine Rente gekauft, die nach ihrem Tode zu einem ewigen Begängnis dienen soll. Dann sollen die Dechen jeweils am 1. Advent nach der Vesper Vigil läuten lassen - und dem Küster dafür 6 Pfg. auszahlen. Zwölf weitere. Priester sollen die Vigil singen und am folgenden Montag die Seelenmesse halten und dafür je 6 Pfg. bekommen. Mit 5 Schill. sind drei Präbenden und drei Wachslichter zu kaufen und zur Messe zu bringen; ein ewiges Wachslicht soll während der Messe auf dem Altar der Kapelle beim Heilig-Geist-Hause brennen. Die Dechen erhalten für ihre Mühe jährlich 12 Schill. Der Überschuß kommt den armen Leuten zugute.Sollte man zur festgesetzten Zeit in der Marienkirche nicht singen können, haben die Dechen nach Anweisung des Kirchhern in der Heilig-Geist-Kapelle einen anderen Termin zu suchen. Der. Kirchherr soll die Urkunde verwahren und mit Hilfe des Rates über die Einhaltung des Vermächtnisses wachen. Besiegelt mit dem Stadtsiegel. 1378 in vigilia Laurentii martiris gloriosi.