Leonhard Schleicher von Witthau [Stadt Langenau/Alb-Donau-Kreis] bekennt, dass ihm die Pfleger Servatius Ehinger von Balzheim [Alb-Donau-Kreis] und Andreas Scheler sowie der Hofmeister Georg Segenschmid des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] auf Lebenszeit einen Hof des Spitals in Witthau, den zuvor seine Mutter Barbara Kramer bewirtschaftet hat, verliehen haben. Er verpflichtet sich, den Hof in eigener Person zu bewirtschaften und in gutem Kulturzustand zu halten sowie nichts von seinen Zugehörungen zu verpfänden oder zu verkaufen. Aus dem zu dem Hof gehörenden Wald darf er Holz nur zum Bau von Zäunen, für Reparaturen an den Hofgebäuden und der Hofstatt und den Eigenbedarf an Brennholz holen. Von dem Hof hat er dem Spital jährlich 26 Imi Roggen und 26 Imi Hafer Ulmer Maß, 4 Pfund 8 Schilling und 4 Heller Heugeld, 4 Hühner, 1 Fastnachtshuhn, 30 Käse und 100 Eier nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung, Verstößen gegen den Leihevertrag sowie nach seinem Tod fällt der Hof wieder an das Spital zurück.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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