Notizen über die am 11.3.1484 (montag nach oculi anno etc. lxxxiido) zu Seeheim durch die Räte Kurfürst Philipps von der Pfalz und Landgraf Heinrichs zu Hessen, nämlich Blicker Landschad, pfalzgräflicher Hofmeister, Hans von Cronberg, Ritter und Amtmann zu Oppenheim, Hans von Dornberg, landgräflicher Hofmeister, und Hans von Wallbrunn (Walbronn) dem Älteren, getroffenen Vereinbarungen: 1. Amt Oppenheim und Gernsheim betreffend: den halben Zoll zu Oppenheim für rheinabwärts geführte Güter, die zu Gernsheim ausgeladen und über Land geführt werden, weshalb dem Erzbischof von Mainz als Pfandherr Gernsheims geschrieben und Räte am 16.9.1482 gen Gerau zusammenkommen sollen; Eiswasser am "Mulewerde"; Salmengrund zu Gimbsheim (Gimßheim), Jagen am Schrelben; Fähre/Fahrwasser zum "Steyn" (fare zum Steyn). 2. Amt Oppenheim und Landgrafschaft betreffend: Treffen der Räte am 18.9.1482 wegen der Mark Nierstein (Nyrstein), Gerau, Trebur (Tribur) und Leeheim (Lehen) sowie der Brücke auf dem "Mulewerde" geplant. [3.] Amt Starkenberg betreffend: die Weschnitz (Weschentz) vor Wattenheim; Wehre und Riegel zu Zwingenberg dürfen Straßen und Geleit des Pfalzgrafen nicht versperren; beim Vertrag zu Ramstadt (Ramstatt) soll altes Herkommen gelten. [4.] Seeheim betreffend: Zentgerechtigkeit und Landgericht des Landgrafen soll den Amtleuten beider Herren und anderen Ganerben offenbart werden; kein Gerichtsherr soll ohne den Anderen Holz aus dem gemeinsamen Wald bei Tannenberg (Dannenberg) weggeben. [5.] Otzberg betreffend: Gebotsübertritt zu Lichtenberg; Bedesetzung; Atzung zu Semd (Semde) in Gold; Buße zu Wersau und Fahrt an den Oberhof gen Ramstadt (Ramstet); Hauptrecht zu Pfungstadt (Pünctstet); Bastard zu Ober-Beerbach (Oberberbach); Peter Schell. [6.] Landgräflich: Vogel- und Fischfangverbot zu Brensbach; Maße und Gewicht daselbst wie in der Zent; Weiderecht für die von Brensbach und Klingen (Clingen) im Wald an der hohen Straße namens "Rysich"; Jagd bei Auerbach (Urbach) und Hochstädten (Hochstetten); Haus zu Seeheim; Wilhelm Dinckeldey soll aus dem Gefängnis entlassen werden und sich mit landläufigen Recht gegenüber denen von Wersau begnügen und auf Femegericht verzichten; Rechtsbehilife der Amtsleute gegenüber Angehörigen des andern Herrn.