Jakob Braun aus Herrenberg, wegen Ausstreuung landesverräterischer Gerüchte zu Nürtingen gef., jedoch auf seine und seiner Freunde Bitten, auch in Ansehung seiner ehrlichen Freundschaft, begnadigt und nach einigen Tagen Turmhaft auf künftige Wohlverhalten und mit der Auflage wieder freigelassen, dergleichen verbotene Reden nicht mehr zu führen, seine Atzung selbst zu zahlen und sich gehorsam zu verhalten, auch über all dies eine Bürgschaft zu leisten, gelobt unter Eid, diesen Strafbestimmungen Genüge zu tun und schwört U. Braun hatte, als er aus Hessen und Sachsen zurückgekehrt war, in Nürtingen im Wirtshaus und in der Gemeinde öffentlich ausgeschrieen, Herzog Ulrich werde noch vor Lichtmeß wieder eingesetzt und es werde ganz rasch gehen. Durch dieses Gerücht hatte er seiner (österreichischer) Landesherrschaft keinen geringen Schaden zugefügt, da es unter dem Volk leicht zu Unruhe und Aufruhr hätte führen können. Bürgen: Hans und Veit Braun aus Herrenberg, seine Brüder.