Die Gebrüder und Ulmer Bürger Johann und Wilhelm Ehinger, Söhne des verstorbenen Ulrich Ehinger, bekennen, dass ihr Vater bei seinen Lebzeiten eine ewige Messe im Dominikanerkloster ("der Bregdiger") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] gestiftet hat, diese aber nicht mehr vollständig ausstatten konnte. Das Patronatsrecht für die Messe steht jeweils dem Ältesten aus dem Geschlecht der Ehinger zu. Von den Erträgen der für die Messe übergebenen Güter soll der Kaplan, dem diese verliehen wurde, jedes Jahr am 6. Januar ("vf den Obersten tag ze Wihennechten") einem jeden Bedürftigen im Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] ein neues Küblein gefüllt mit 0,5 Maß Neckarwein mittlerer Qualität kaufen. Zu der Messe haben sie die folgenden Ausstattungsgüter übergeben: - Ein Hof in Emershofen ("Emmershoffen") [Stadt Weißenhorn/Lkr. Neu-Ulm]. - Jährliche Einkünfte von einem weiteren Hof, 2 Selden und Hofstätten, 10 Tagwerk Wiesen und 3 Jauchert Acker dort. - Jährliche Einkünfte von einem Garten in Ulm am Gries. - Ein Haus in Ulm beim Dominikanerkloster zwischen den Häusern der Filrbächin und des Wilhelm Ungelter.