Mainz, 1582.11.5. (Richter Adam Ebersheim). Die B. Anton Busch, Hans Bach, Niklaus Busch, Michel Becker von Gersbach, Bonifaz Wentz, Bender, Werner Stern, Anton Drach und Klas Wentz bekunden, daß vor ihnen am Montag, den 22.10., zwischen 11 und 12 Uhr mittags, im Haus des Gürtlers Gangolf Kremer, dieser, ziemlicher Leibesgesundheit, u.s.Fr. Apollonia, schwachen Leibs und mit der jetzt regierenden abscheulichen Sucht der Pestilenz behaftet, ihr Testament gemacht haben: Beide vermachen: Einen vergoldeten Becher (mit einem Deckel, worauf Herrn Schwiberte seligen Wappen) Herrn Mathias Numerich, Sänger zu St. Peter; einen vergoldeten Becher (mit dem Nürnberger Zeichen) dem Zinsmeister Matthäus Walsberger; diesen beiden auch die zwei besten Goldringe, nachdem des letztern Hausfrau den allerbesten empfangen; 10 fl. zur Ausspendung an Arme; 10 fl. "weyland selig gemelten hern Schwiberti Catherein"; jeden Zeugen 1 Goldgulden. Er vermacht: Seinem Vetter Wendel Kremer, Pfarrherrn zu Winsberg (W- ?), 50 fl.; den zwei Söhnen Jakob Kremers, B. zu Schlettstatt, Wolf Kremer (Gürtler) und seinem Bruder N. (Kupferschmied), 50 fl. und alles zum Gürtlerhandwerk gehörige Werkzeug; seiner Schwester Petronella, Heinrich Lobeysens (?) Haus zu Gaubickelheim, und deren Kind 100 fl.; seiner Schwester Agatha, Christina Leonards Hausfrau, und ihren Kindern 100 fl.; diesen beiden Schwestern und ihren Kindern all seine Mannakleidung zu gleichen Teilen; Martin Lindengrün und Wolf Kremer, Gürtlern, all seine Guthaben; seiner Frau vor allem 300 fl. Sie vermacht: Jörg Schwertelen zu München, Bruder der Katharina, Frau Martin Lindengrüns, 10 fl.; dieser Katharina und ihren Kindern 150 fl. (fällig nach Gangolfs Tod); dem Martin Lindengrün 50 fl., ein gutes Bett samt allem Zubehör und einem durchsichtigen Vorhang, die beste "borschette Schaub", ein "grün sammett Goller", einen Frauenpelz, einen Mantel nach ihrem Gefallen, den besten Gürtel, mit einem schwarzen Bort und silbern vergoldeter Spange, das korallene Paternoster; alle übrigen Kleider der Katharina selbst; Matern Walsbergers Frau Maria den besten goldenen Ring; ihrem Mann vor allem 300 fl. Haupterben: Heinrich Lebeysen, Martin Lindengrün und Christmann Leonhardt.