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NZfM 78 (Nr. 25, 22.6.1911), S. 396: "Auch mit der ELEKTRA von Strauss wurden wir noch bekannt gemacht, nachdem Hofkapellmeister RAABE durch einen Vortrag vorher Verständnis zu erwecken versucht hatte. Über das Werk ist soviel schon gesagt worden, dass ein weiteres Eingehen sich hier erübrigt. Raabe dirigierte trefflich, nur vergisst er oft, dass er kein Konzertorchester vor sich hat und stets den innigsten Kontakt mit der Bühne wahren muss." Weimarische Zeitung Nr. 121, 24. Mai 1911, S. 1 [über Peter Raabes Einführungsvortrag über ELEKTRA von Richard Strauss] Weimarische Zeitung Nr. 123, 27. Mai 1911, S. 1f. [über ELEKTRA]: „Wir haben das Musikdrama ELEKTRA wiederholt gehört, wir vernahmen es heute wieder hier zum ersten Male im Hoftheater und müssen trotz alledem bekennen, daß es an Farbenfrische und fruchtbarer, zyklopenhaft wirkender dämonischer Schönheit noch nichts eingebüßt hat. Ein unvergeßlicher Abend sicherlich für die Mehrzahl der Anwesenden. [...] Und dann Herr PETER RAABE mit seinem Orchester. Wir wissen nicht – oder wollen nicht sagen – woran es lag, jedenfalls überlärmte, wie sonst und anderswo oft, die Musik niemals den Gesang auf der Szene. Auch die Fülle der sogenannten KAKOPHONIEN verletzte sehr selten manche Ohren. Wo Strauß auch gerade in der ELEKTRA die höchste Naturwahrheit erstrebt und erreicht, hier verletzt sie, wenigstens in der heutigen Aufführung, niemals die Schönheit. In Wohllaut getaucht ist alles trotz aller scharf charakterisirten Einzelheiten.“