Stoffel Preiel, B. zu Rottenburg, geschworener Silberbote der Amtleute der Herrschaft Hohenberg, zu Nagold gef., weil er in eine württembergische Herberg (in der gerade Herzog Christof und seine Gemahlin weilten) eingedrungen war und gegenüber dem Grafen Sebastian von Helfenstein, Freiherr zu Gundelfingen, freche Reden geführt und gesagt hatte, man wisse wohl, dass der württembergische Herzog und alle Württemberger nicht gut kaiserlich und königlich gesinnt seien und ihren beiden Majestäten nichts Gutes gönnten, man werde solches mit der Zeit schon gewahr werden, deshalb schwerer Strafe verfallen, jedoch auf vielfältiges Fürbitten des Herrn Jakob, Wild- und Rheingraf, Graf zu Salm und Herr zu Finstingen, Domherr, und auf seine eigene Bitte wieder freigelassen, schwört U. Beilagen: 1. Bericht des herzoglichen Hofes zu Nagold an Statthalter und Räte zu Stuttgart über das Benehmen des Preiel und dessen Festnahme, sowie Befehl, das Vorkommnis und was zu tun sei, zu bedenken und unverzüglich schriftliches Gutachten zurückgehen zu lassen. 1 Schriftstück, Konz., Pap., dat. 15. Juli 1551 2. Bedenken des Statthalters und der Räte zu Stuttgart an Christoph Herzog zu Württemberg etc. betr. die Bestrafung des Preiel. Ausf., Pap., dat. Stgt. 16. Juli 1551, praes. Herrenberg 16. Juli 1551.