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Eberhard Schutzbar (Schutzpar) genannt Milchling, Amtmann in
Steinau und Schultheiß von Fulda, bekundet, dass er von Johann (Hans)
Braun, Bürger i...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1571-1580
1580 Juni 30
Ausfertigung, Pergament, unbesiegelt
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gebenn und geschehenn Fulda denn dreyßigistenn Junii im fünffzehenhunderten unnd achtzigstenn jar
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Eberhard Schutzbar (Schutzpar) genannt Milchling, Amtmann in Steinau und Schultheiß von Fulda, bekundet, dass er von Johann (Hans) Braun, Bürger in Fulda, eine Mühle, genannt Merlesmühle, mit allem Zubehör für eine [nicht genannte] Geldsumme gekauft hat. Die Mühle ist dem Alten Hof lehns-, zins- und dienstpflichtig. Dem Kauf hat [Heinrich von Bobenhausen], Hochmeister des Deutschen Ordens, nur zugestimmt, weil Eberhard ein langjähriger Fuldaer Diener ist; üblicherweise werden Fuldaer Bürger- oder Bauerngüter nicht an Adlige übergeben oder verkauft. Eberhard Schutzbar verspricht für sich, seine Ehefrau und seine Erben, dass die Mühle zu ihren Lebzeiten oder nach ihrem Tod nicht an eine adlige Person, sondern wieder an einen Bürger oder Bauern ausgegeben werden soll. Von der Mühle sind Handlohn, Zinse und Frondienste an das Kloster Fulda zu leisten. Mit dem Lehen ist kein Jagdrecht verbunden, sei es in der Form von Hetzjagd, Fallenstellen (garnstellen), Treibjagd (lauffen), Vogelfang oder in anderer Form. Die Mühle soll in dem Umfang und Zustand, wie sie Eberhard Schutzbar besitzt, bleiben. Siegelankündigung. Ausstellungs- und Handlungsort: Fulda (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Eberhard Schutzbar]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.