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Stadt Warendorf Urkunden
1644 Februar 20
Regest: Bürgermeister und Rat der Stadt Warendorf verkaufen mit Zustimmung der Alterleute, Chur und Gilden Wilbrand Weischer, Erasmus Otterstedde und Bertram Pustekreien, Patres und Vorsteher des Fraterhauses in Münster, für 600 Reichstaler eine erbliche, jährlich in Münster zahlbare Rente von 30 Reichstaler unter Verpfändung der städtischen Einkünfte, sowie der bei der Stadt gelegenen Gehölze und Weiden Fredde und Miedlenbrinck. Es bürgen: 1. Berndt zur Straßen, der seinen Kamp vor dem Osttor in der Heustraße zwischen Johann Sternbergs Temmonis und der Witwe Vossehols Kämpen, sowie Hab und Gut zum Pfand setzt. 2. Peter Tönnies, der seinen Kamp vor dem Osttor in der Schaffhauerstraße zwischen Johann Vogets und Jörgen Overmanns Kämpen, sowie Hab und Gut zum Pfand setzt, 3. Hermann Sternberg, der seinen Kamp, der hinderste Potkamp genannt, vor dem Freckenhorster Tor zwischen Dieterich Dolbergs und Jorgen Schmidts Ländereien, sowie Hab und Gut zum Pfand setzt. Alle drei Bürgen sind Bürger in Warendorf.
Ausfertigung - Pergament 27 x 35 cm; anhängendes Siegel ab. Unterschrift des Notars und Stadtsekretärs Joh. Consbruch und der drei Bürgen. Vgl. U 1062. Laut Dorsualnotiz abgelöst 1720 Mai 15; daher Urkunde kassiert. Bisher U 201.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.