1597 Juli 20 - Ellwangen Veit Hendschuech und Hans Hasel, Heiligenpfleger der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau zu Ellenberg, bekunden: Ihre Amtsvorgänger Hans [Sch]mid und Veit Beurlin haben durch einen Erbbrief von 1537 Feb. 24 (Sa nach Cathedra Petri) ihrer Pfarrkirche halben Hof zu Unterdeufstetten dem Georg Benzinger von Unterdeufstetten, dessen Ehefrau, Kindern und Erben verliehen. Der Halbhof fiel in der Folge an des Georg Benzingers Sohn Lienhard und dessen Ehefrau Anna Schmaisser, dann an deren zweiten Ehemann Jörg Mair, der die Barbara, Witwe des Hans Seckhler, Müller auf der Unteren Mühle zu Unterdeufstetten, ehelichte. Nach Mairs Tod ehelichte Barbara in dritter Ehe Moritz Schott, mit dem sie die vier Kinder Jörg, Michel, Barbara und Margaretha hatte, dann in vierter Ehe den Lienhardt Senffter, der wegen Schwängerung seiner Stieftochter Anna, Tochter des Hans Seckhler, landflüchtig wurde, worauf seine Ehefrau Barbara wenig später starb. Jakob Huettmann, Müller zu Unterdeufstetten, und Hans Sönlin verkauften als Pfleger der gen. vier Kinder den von diesen zugleichen Teilen ererbten Halbhof dem Hans Gauder, Wirt zu Unterdeufstetten. Die A. verleihen mit Zustimmung des Fürstpropsts Wolfgang von Ellwangen dem Gauder, dessen Ehefrau, Kindern und Erben den gen. Halbhof mit gen. Zugehörden zu rechtem Erblehen. Die jährlich auf den 11. Nov. (Martini) fällige Herrengült beträgt 1 1/2 fl 2 ß. Falls an der Pfarrkirche zu Ellenberg gebaut wird, haben die Hofleute zu fronen (dienen). Weglöse, Handlohn, Auf- und Abzug werden auf je 4 fl festgesetzt. Wie alle gültbaren Untertanen sind die Hofleute der Fürstpropstei Ellwangen zum Gehorsam verpflichtet. S.: der Fürstpropst (Irer Gnaden Propstei Secreth) Ausf. Perg. - 1 Sg. abg. - U.: Wolffgang Probst - Rv.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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