Peter Hu(o)tter beurkundet in einem Bestandbrief, dass er von den Ratsmitgliedern Ulrich Lewen, dem Richter Daniel Schleicher und Klaus Brecken der Stadt Ulm als derzeit verordneten Baupflegern und Verwaltern der von dem verstorbenen Kaplan Hans Stöcklin gestifteten Pfründe in der Pfarrkirche Unser Lieben Frauen in Ulm das bisher von Ottilie Maierin zu Günzburg innegehabte Pfründgut zu Rißtissen mit allen Rechten und Zugehörungen auf Lebenszeit als Lehen empfangen hat, das aus einem Haus mit Hofreite und Garten, sechs Jauchert Acker und sechs Tagwerken Wiesen in jeder Ösch und einem Teil der Ehehaften und des Flurhüteramtes besteht. Der Aussteller hat den Baupflegern und Verwaltern an jährlichen Gülten zu leisten: sieben Imi Roggen und sieben Imi Hafer gutes und sauber erzeugtes Gültkorn Ulmer Mess als Herrengülte, zwei lb 15 ß h Heugeld, ein ß h Weisat, ein Viertel Öl, 120 Eier, zwei Herbsthühner und zwei Fastnachtshennen, zehn Käse von den Ehehaften oder für jeden Käse zwei pf und von dem Flurhüteramt ein ß vier h. Das Korn ist in die Scheune der Pfarrkirche Unser Lieben Frauen in Ulm und die anderen Abgaben den Pflegern und Verwaltern zu liefern. Wenn der Aussteller über kurz oder lang die Gülten nicht entrichtet, das Pfründgut vernachlässigt oder der Aussteller stirbt, soll das Pfründgut nach dem Pflugrecht an die Baupfleger und Verwalter heimfallen.