Der Schreiber und kaiserlicher Notar Johannes Thom von Cochem (Cochen), Kleriker des Trierer Bistums, setzt auf Bitten der persönlich vor ihm in der Franziskanerkirche zu Merl (Merle) erschienenen, ehrbaren Jungfrau und Witwe Sophie von Studernheim (Fyhe von Studernheym) ein Transsumpt auf. Diese hatte einen Pergamentbrief mit fünf an Pergemantpresseln angehängten Siegeln aus grünem Wachs vorgelegt, der von Junker Cuno (Conen) zu Pyrmont und seiner Ehefrau, der Jungfrau Margaretha (Grietgin), sowie von Arnold von Gierschnach (Girsennach), Keller des Herrn von Trier zu Münster[maifeld], Wilhelm von Kerne und Dietrich [Rumper], Schöffen des Hofs zu Gierschnach und zu Münstermaifeld besiegelt worden war. Sophie von Studernheim hat den Notar um die Erstellung eines Transumpts und Vidimus in Form eines offenen Instruments gebeten. Es folgt der Wortlaut der Urkunde. Da es aus mehreren angeführten Gründen hinderlich sei, den Hauptbrief mit sich zu tragen, und unter anderem die Gefahr besteht, dass dieser bei einer Verletzung ungültig (cancelliert) werden könnt, hat Sophie um dieses Transsumpt und Vidimus gebeten. Der Notar bescheinigt, dass er in Gegenwart nachgenannter Zeugen den Hauptbrief sowie die Siegel in einem detaillliert beschriebenen Vorgang geprüft und als echt, unverändert und gültig befunden. Junker Claus Stetzgis von Treis (Stetzgen von Tryß), Trierer Amtmann in Hamm (Imhamme), und Junker Gerhard von Kempt (Girhart von Keympt), besiegeln auf Bitte Sophies dieses Instrument mit und bestätigen die Echtheit des Hauptbriefs. Der Notar Johannes hat dieses Instrument mit eigener Hand geschrieben und mit seinem Namen und Zeichen versehen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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