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Öffentliche Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Schriftleitung der Zeitung „Bramborski Zaßnik“ (Bramborski Casnik)
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Nachlass Christian Schwela/Kito Šwjela, ZM XXXVI 1 I
Nachlass Christian Schwela/Kito Šwjela
Nachlass Christian Schwela/Kito Šwjela >> 1. Lebensdokumente >> 1.2 Berufsangelegenheiten
Entstehungsdatum: 1864-1907
Umfang: 42 Blatt
Archivale
Deutsch; Niedersorbisch
Objekteigenschaften: Handschrift
Inhaltsangabe: Blatt 3: Volkskorrespondent, Burg, den 14.08.1864, berichtet über Fürbitte im Gottesdienst für den Burger Müller, der unter langsam fortschreitenden Wundbrand litt sowie über das Hahnrupfen in Papitz, niedersorbisch; Blatt 4: Leserzuschrift (Pschyipoßlane) vom Freund M. Kollosche, enthält Erörterung wirtschaftlicher und literarischer Probleme der letzten Jahrzehnte, ohne Datum [1864], niedersorbisch; Blatt 5: Leserzuschrift für den Casnik aus Papitz (Sa zaßnik / Popojc) von M. Kołožej (= Kollosche, wie Blatt 4), enthält Erörterungen zum Gebrauch und Wert des Niedersorbischen Kirchengesangbuches, ohne Datum [1864], niedersorbisch; Blatt 6: Schreiben an den Rittergutsbesitzer von Hake auf Papitz betreffend Zurückweisung seiner Beschwerde über die Berichterstattung des Papitzer Erntefestes im Zaßnik, Groß Oßnig, den 8. September 1864, von einem Testaro (Gerichtsschreiber), deutsch; Blatt 7: Schreiben vom Rittergutsbesitzer von Hake, Papitz, den 10. September 1864, betreffend Androhung gerichtlicher Konsequenzen im Falle der Zurückhaltung eines Beweisstücks, Rückseite und Blatt 8: Erwiderung Schwelas, Groß Oßnik, den 2. [sic] Sept. 1864, deutsch; Blatt 9: Schreiben der Druckerei [Brandt] an Schwela betreffend Kostenaufteilung bei Korrektur und Übersetzung durch Lehrer Perko sowie neuem Format des Zaßnik, Cottbus, den 20.04.1866, deutsch; Blatt 10: Brief Schwelas an Herrn Brand[t], Groß Oßnig, Bußtag 1866; enthält Antwort auf Schreiben vom 20.04.1866 (Blatt 9); endet mit Herausforderung des Verlegers zum Duell; deutsch;
Blatt 10 a: Informationen über die Herausgabe der ersten niedersorbischen Pratyja durch Alfon Parczewsky aus Kališ im Jahre 1881, obersorbisch; Blatt 11: “Denuciation des Pfarrers K. in Br.” – der den deutschen Schulunterricht vernachlässigt haben soll – von einem Leser [?] mit Erfahrungen aus Ostpreußen und Oberschlesien mit Polen; [1885]; deutsch; Blatt 12: Leserzuschrift des Werbener Gutsherren von Schönfeldt, betreffend das Prager Nationaltheater und protestierender Obersorben; [1885]; deutsch; Blatt 13: Gedanken des Pastors Sucrow zu I. Korinther 11,30, die dem Redakteur vielleicht “nicht unlieb” wären; deutsch; Blatt 15: Frau von Werdeck an Schwela, Berlin den 4.5. [?]; bedankt sich für die Anteilnahme der Schorbuser beim Tode ihrer kleinen Tochter Herta; deutsch;Blatt 17: Madlow 16.02.1898; Konzept über Altertum und Mythologie der Wenden; unbekannter Autor; deutsch; Blatt 21: Fragment einer Volkserzählung; niedersorbisch; Blatt 22: Gedichte eines Herrn Rappow (Ruff), Laubst 1874, mit Anmerkungen Schwelas; niedersorbisch; Blatt 24: Leserzuschrift des Ausgedingers Fiedermann aus Schmogrow, 22. Januar 1900, lobt den Zaßnik, macht sich Sorgen um die sorbische Sprache und steuert zwei Witze zur Publikation bei; niedersorbisch; Blatt 25: Leserzuschrift von Anna Lehmann aus Drehnow, die den Zaßnik seit 25 Jahren liest und in Ehren halte; mit neusten, überwiegend unerfreulichen Lokalnachrichten; um 1900; niedersorbisch, deutsch; Blatt 26: Glückwunschschreiben zur 25-jährigen Schriftleitung des Zaßnik durch Christian Schwela von Professor Dr. Pfuhl, [1889], endet mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm, Kanzler Bismarck und das Vaterland; obersorbisch; Blatt 27: Antwortschreiben des Predigers Lehmann, Groß Luja, den 29. Januar 1883 betreffs einer Anfrage Schwelas zum wendischen Kirchengesang und dem Gebrauch wendischer Gesangsbücher in seiner Gemeinde; deutsch; Blatt 29: Lehrer Nitschke aus Charlottenburg bittet am 13. Februar 1896 um eine Mitteilung im Zaßnik über wendische Gottesdienste in der Garnisionskirche; deutsch; Blatt 30: Prediger Bergan, Gross-Särchen, den 11. März 1897 bittet Christian Schwela um Vermittlung einer Vertretung für einen wendischen Gottesdienst; deutsch;
Blatt 32: Halbhüfnerin Karolina Krüger, geborene Stecklina, Drehnow, den 1. Januar 1900, möchte ihre Meinung im Zaßnik veröffentlicht sehen, dass zwar in Berlin wendische Gottesdienste abgehalten werden für einige verstreute Seelen, aber nicht in Peitz, wohin die Drehnower Gemeinde eingepfarrrt ist, die vom deutschen Gottesdienst so viel versteht wie die Katholiken von der lateinischen Messe; die evangelischen Prediger seien verantwortungslos; niedersorbisch; Blatt 34: Gedruckte Ankündigung Wendischer Gottesdienste in Berlin im Jahre 1900; deutsch; Blatt 35: Lehrer-Seminarist Lüttich, Altdöbern, den 25. Februar 1904, an Kantor Schwela, ist besorgt über den geringen Anteil wendischsprachiger Schüler am Lehrerseminar und bittet ihn, geeignete Aspiranten rechtzeitig vorzubereiten; deutsch; Blatt 37: Leserzuschrift vom Büdner Mathes Schilka aus Werben im Juli 1907 an den “lieben Zaßnikar”; er war vor drei Jahren Aktionär an der Werbener Dampf- bzw. Dreschmaschine geworden, wonach - noch bevor sie in Betrieb gehen konnte - eine große Dürre über sie hineingebrochen ist, die schon arbeitenden Dampfmaschinen in Burg und Müschen sind gar abgebrannt; ihn quälen seither religiöse Gewissensfragen und er befürchtet, dass der Mensch mit Dampfkraft und Elektrizität die Apokalypse heraufbeschwört; er möchte seinen Namen im Zaßnik mit seiner Meinung jedoch nicht lesen; niedersorbisch; Blatt 39: Inhaber des Adlers vom Hausorden von Hohenzollern und Herausgeber und Schriftleiter der wendischen Zeitung “Bramborski Zaßnik” an den Reichstags-Abgeordneten von Dirksen, Schorbus, den 21. Mai 1907; korrigiertes Briefkonzept; beinhaltet Versicherung der staatsbürgerlichen Loyalität der Wenden verbunden mit der Bitte um Schutz vor Verleumdung und sprachliche Berücksichtigung in der Schule; deutsch; Blatt 41: wie Blatt 39, Reinschrift des Briefkonzeptes; Schorbus, den 3. September 1907; deutsch.
Gattungen: Mitteilung
Leserbrief
Bemerkung: Aufgrund der Bestandsgeschichte ist die durchgehend chronologische Anordnung der Dokumente nicht möglich.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Sorbisches Institut Bautzen; Nutzungsanfragen richten Sie bitte per E-Mail an: biblioteka-archiw@serbski-institut.de.