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Zusammenstellung von 27, bei der Gemeinde und Pfarrei Heumaden vorhandenen Verträgen (1413-1703), z.T mit beglaubigten Abschriften.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 403 L Amtsoberamt Stuttgart
Amtsoberamt Stuttgart >> 1 Akten >> 1.3 Verhältnis von Stadt und Amt, Gemeindeangelegenheiten
Darin:
1480 Dezember 4
Vogt und Richter der Stadt Stuttgart bestätigen im Streit der Gemeinden Riedenberg, vertreten durch den Fürsprecher Wigo ("Wigen") Stätzelin als Kläger, und Heumaden, vertreten durch Hans Welling als Beklagten, um das Recht der Gemeinde Heumaden auf Viehtrieb über Riedenberger Markung nach Kemnat den Anspruch Heumadens.
Vernommene Zeugen für Riedenberg:
Hans Vogelt, Schultheiß zu Birkach, Ulrich Bärtsch aus Riedenberg, Rörhans aus Plieningen, Ulrich Kaiser aus Sillenbuch, Hans Mack und Hans Rülin aus Kemnat, Ruchhans aus Birkach und Hans Kull aus Kemnat.
Vernommene Zeugen für Heumaden:
Ulrich Hekenmann, Bürger aus Kirchheim, Eberhard Gaißlin aus Wangen, Walter Wagner, Bürger zu Esslingen, Hans Gohell aus Degerloch, Hans Gesund aus Obertürkheim, Michel Schwab, Bürger zu Stuttgart, Berchtold von Leinfelden aus Winnenden, Conrad Schädlin aus Horb bei Ruit, Peter Hirt und Ludwig Frech aus Hedelfingen.
In den Zeugenaussagen werden weitere Personen namentlich aufgeführt.
Siegler: Die Stadt Stuttgart.
Abschrift, Pap., Libell, beglaubigt durch Ludwig Friedrich Sartorius, geschworener Substitut des Stuttgarter Amts, am 14. März 1753 (Lit. B)
Bem.: Nicht in A 602 Württembergische Regesten
1487 Februar 26
Werner Mürsel, Pfarrer in Heumaden, sowie Schultheiß, Richter und die Gemeinde von Heumaden gestehen dem Abt Eberhard und dem Konvent des Klosters St. Blasien den Großzehnten in Heumaden zu, wofür der Pfarrer jährlich 1 1/2 Eimer Wein Esslinger Maß und ein Fuder Stroh vom Propst in Nellingen erhält sowie den Heu- und Öhmdzehnten von 9 Tagwerk Wiese des Hofguts des Klosters St. Blasien in Ruit. Wenn die Grundstücke anders bebaut werden, ist der entsprechende Zehnt zu leisten.
Siegler: Die Stadt Stuttgart auf Veranlassung von Ulrich Ekhart und Hans Byhel, Richter zu Stuttgart, und die Abtei St. Blasien.
Abschrift, Pap., geheftet, beglaubigt durch Ludwig Friedrich Sartorius, geschworener Substitut des Stuttgarter Amts, am 20. März 1753 (Lit. R).
Bem.: Nicht in A 602 Württembergische Regesten
1522 September 16
Burkhard Fürderer, Vogt, Lorenz Conlin, Hans Lendlin und Ambrosius Visenhuser, Richter zu Stuttgart, entscheiden im Streit von Schultheiß, Gericht und Gemeinde Heumaden mit Balthasar Mansperger ("Mangsperger"), Einwohner von Heumaden, um einen Brunnen auf dessen Besitz, dass dieser von der Gemeinde gefasst und zum allgemeinen Gebrauch auf die Allmende geleitet werde. Mangsperger erhält eine noch festzusetzende Entschädigung und das Recht, Trinkwasser von dem Brunnen zu holen.
Siegler: Die Stadt Stuttgart.
Abschrift, Pap., geheftet, beglaubigt durch Ludwig Friedrich Sartorius, geschworener Substitut des Stuttgarter Amts, am 17. März 1753 (Lit. O).
1556 September 1
Friedrich Wohlgemut und Johann Werlin, des Gerichts zu Stuttgart,
entscheiden im Streit zwischen Schultheiß, Gericht und Gemeinde Heumaden als Kläger und Hans Besamer, Hans Frech, Bastian Mantz aus Hedelfingen und Elisabeth, der Witwe Hans Manspergers samt dem zugeordneten Vogt und Bruder als Beklagten, dass die Beklagten die Zufahrt zur Kelter, von der der Propst von Nellingen den zehnten Pfennig des Fuhr-, Träger und Treterlohns an die Gemeinde Heumaden zahlt, über ihre Wiesen im Herbst zu gestatten haben, wobei sie bei Fuhren, die von Weinbergen auf Hedelfinger Markung kommen, für jeden Morgen Weinberg einen Schilling Heller erhalten.
Bürgen für die Einhaltung: Bläsin Hartnagel, Schultheiß, Caspar Schreiber ("Schryber"), Endriß Lang ("Lengen") des Gerichts, Theus Weber von der Gemeinde Heumaden und die Angeklagten.
Siegler: Die Schiedsmänner.
Abschrift, Pap., geheftet, beglaubigt durch Ludwig Friedrich Sartorius, geschworener Substitut des Stuttgarter Amts, am 16. März 1753 (Lit. M)
1576 Dezember 9
Gemeinde und Einwohner von Heumaden, vertreten durch Balthus Weber, Schultheiß, Hanß Dreitzler und Casper Weber des Gerichts, Simon Weber, Pferchmeister, bzw. Hans Frech, Jakob Mansperger und Hanß Eiss einigen sich nach einem Streit um das Weide- und Pferchgeld mit Bewilligung des Untervogts zu Stuttgart, Johann Hofmann, auf eine neue Schaf- und Pferchordnung, derzufolge jeder Einwohner 6 Schafe halten darf (neu Zugezogene in den ersten drei Jahren nur 4). Vom Nutzen der Schafe wird der Schäfer bezahlt, der Rest unter den Einwohnern je nach Zahl ihrer Schafe verteilt. Für fremde Schafe erhält die Gemeinde ein Weide- und Pferchgeld, das die Heimbürgen verwalten.
Siegler: Der Untervogt zu Stuttgart.
Abschrift, Pap., geheftet, beglaubigt durch Ludwig Friedrich Sartorius, geschworener Substitut des Stuttgarter Amts, am 15. März 1753 (Lit. F)
1592 August 12
Herzog Ludwig von Württemberg beurkundet, dass die dazu verordneten Räte einen Streit zwischen Jakob Mangoldt, Propst zu Nellingen, und Schultheiß, Gericht und Gemeinde Heumaden über die Benutzung der Kelter, die Bestellung des Büttenfegers, Keltermeisters und Zimmermanns, die Abgabe von Trinkwein an die Einwohner von Heumaden und Besoldungswein für den Pfarrer in Ruit und Heumaden geschlichtet haben. Abt Caspar von St. Blasien bestätigt den Vergleich.
Unterschriften des Landhofmeisters Erasmus von Leiningen ("Laymming") und des Kanzlers M[artin] Aichmann ("Aichmand").
Siegler: Herzog Ludwig und Abt Caspar.
Abschrift, Pap., geheftet, beglaubigt durch Ludwig Friedrich Sartorius, geschworener Substitut des Stuttgarter Amts, am 15. März 1753 (Lit. H)
1618 November 11
Reskript Herzog Johann Friedrichs von Württemberg an den Vogt zu Stuttgart, Leonhard Korn, betreffend
1) Verbot für die Einwohner von Kemnat, die Waldweide in der Dornhalde auf Degerlocher Markung bei Heslach zu benutzen,
2) Erneuerung der 1615 den Gemeinden Birkach, Kemnat, Riedenberg und Ittingshausen gegebenen Erlaubnis, am Hailinßberg in der Markung Sillenbuch Schweine zu weiden,
3) Verbot für die Einwohner von Heumaden, die Waldweide im Waldstück Mahd auf Sillenbucher Markung zu benutzen. Nach Entscheid von 1607 stehen den Einwohnern von Degerloch, Kemnat, Birkach, Sillenbuch und Riedenberg die Weiden in den Wäldern am Bopser zu, denen von Nellingen, Ruit, Heumaden, Scharnhausen und Hedelfingen die eigenen Wälder am Lederberg, Kotzenberg und im Birkholz. Für das den Sillenbuchern in der Mahd weggenommene Schweinefutter zahlen die von Heumaden 10 Pfund Heller und denen von Sillenbuch gebührende Entschädigung.
Unterschriften: Christoph von Engelshofen ("Engeltzhoven"), Dr. Ulrich Broll.
Abschrift, Pap., geheftet, beglaubigt durch Ludwig Friedrich Sartorius, geschworener Substitut des Stuttgarter Amts, am 17. März 1753 (Lit. N)
1 Schr. mit 7 Beil., geh.
Archivale
Wagner, Walter
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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